Politkabarett „Die Radieschen“ verspricht unterhaltsamen Abend

Über die Ursache von Heiterkeit und Irrsinn

Der Pianist Martin Hunger (l.) und der Kabarettist Gerd Hoffmann kommen am 22. April als „Die Radieschen“ ins Dötlinger Heuerhaus-Café. Dort wollen sie mit dem Programm „Normal Null“ erheitern und auch zum Nachdenken anregen.

Dötlingen - Ist Irrsinn die Ursache von Heiterkeit – oder umgekehrt? Dieser Frage geht der Politkabarettist Gerd Hoffmann am Freitag, 22. April, im Rahmen des „KulturPur“-Programms der Dötlingen Stiftung nach. Ab 19.30 Uhr gastiert er gemeinsam mit dem Pianisten Martin Hunger als „Die Radieschen“ im Heuerhaus-Café. „Normal Null“ heißt das Programm, das auf humorvolle Weise zum Nachdenken anregen soll.

Bereits 2013 begeisterten „Die Radieschen“ das Dötlinger Publikum. Unter dem Titel „DENKvorBOTE“ hatte Hoffmann der Politszene jede Menge Ohrfeigen verpasst. Kanzlerin Angela Merkel hatte dabei ebenso ihr Fett weg bekommen wie auch die gesamte FDP. In seinem 13. Programm begibt sich Hoffmann nun auf „die Suche nach der Ursache und Wirkung von Heiterkeit und Irrsinn in unserem Erfolgreichland“, heißt es in der Ankündigung. Unnachgiebig seziere der Berliner aktuelle Ereignisse und bringe interessante Fragen sowie intelligente Provokation wortgewitzt und mimisch-gestisch rasant auf die Bühne. Unterstützt wird er dabei vom Komponisten Hunger am Klavier.

Mit Texten und Liedern wollen die beiden die Gründe und Abgründe aufspüren. Der „kalte Krieg in den Köpfen“ ist dabei ebenso Thema wie die NSA, die Krisen in der Welt und der Aufschwung in manchen Ländern. „Wir sind weltmeisterlich im Fußballspielen und Exportieren, im Sparen und im Besserwissen“, findet Hoffmann. Gut und Böse, Maut und lebenslanges Arbeiten, Fachkräftemangel und Rückkehr zur Braunkohle, Demos überall – das sei doch alles nicht mehr normal. „Doch, normal Null“, so der Kabarettist und kündigt an: „Es ist alles noch schlimmer, als sie denken. Und lustiger.“

Der 1959 geborene Kabarettist möchte aber nicht den Zeigefinger erheben. Er habe einfach Spaß daran, im Sumpf der Politik zu wühlen und dabei Erstaunliches ans Licht zu befördern, sagte er vor seinem damaligen Dötlingen-Auftritt im Interview mit unserer Zeitung. Wenn die Zuhörer mit dem Gefühl nach Hause fahren, gut unterhalten worden zu sein und über den einen oder anderen Aspekt noch einmal nachdenken, sei er zufrieden.

Hoffmann ist im Kabarett-Geschäft ein „alter Hase“. Unter dem Motto „klein und scharf“ gründete er schon 1990 „Die Radieschen“ und betrieb von 1992 bis 2000 eine eigene kleine Bühne in Berlins Mitte. 1997 war er erstmals als Solist unterwegs. Fast jährlich überrascht er mit einem neuen Programm. Mit Hunger arbeitet er seit 2011 zusammen.

Für den Auftritt in Dötlingen empfiehlt die Stiftung wegen der begrenzten Platzzahl eine frühzeitige Reservierung – im Heuerhaus-Café, Telefon 04433/969591, in der Galerie, Telefon 04433/1241, oder per E-Mail an info@doetlingen-stiftung.de.

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