Weitere Gespräche über alternative Lösungen waren nicht ergiebig

Erschließung des Neubaugebietes nun doch über „Ramshorn“

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Erst im April war der Endausbau für „Ramshorn“ erfolgt. Nun soll auch „RamshornI“ über diese Straße erschlossen werden. Für die Bauzeit wird es hingegen eine andere Lösung geben.

Neerstedt - Die Mitglieder des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses haben während ihrer Sitzung im Neerstedter Rathaus einstimmig den nächsten Verfahrensschritt, die öffentliche Auslegung, zur Ausweisung des Neubaugebietes „RamshornI“ in Neerstedt empfohlen – und zwar dieses Mal mit einer Erschließungsvariante.

Bereits Anfang September hatte sich der Ausschuss für die Entwicklung des Gebietes, das um die 35 Bauplätze bieten soll, ausgesprochen. Darüber, wie die künftigen Bewohner ihre Grundstücke ansteuern sollen, war man sich damals aber uneins – auch aufgrund des Unmutes einiger Anlieger des vorgelagerten Gebietes „Ramshorn“, über das die Erschließung dem Entwurf nach erfolgen sollte. Die Verwaltung hatte deshalb vom Ausschuss den Auftrag erhalten, weitere Möglichkeiten zu prüfen und Gespräche zu führen. Ergiebig war dies nicht, wie Bauamtsleiter Uwe Kläner erläuterte. Und so sprach sich der Ausschuss für die ursprüngliche und zugleich günstigste Variante aus, die Ein- und Ausfahrt über das Gebiet „Ramshorn“. „Hundertprozentig zufrieden ist damit wohl niemand. Aber es ist die einzige Möglichkeit, die sich jetzt bietet“, fasste es Beate Wilke (CDU) zusammen.

Laut Kläner ist eine Erschließung über den Kirchweg aus Platzgründen ausgeschlossen, weil die Gemeinde dort nur einen fünf Meter breiten Weg besitzt und der angrenzende Flächeneigentümer erneut deutlich gemacht habe, dass er einen Verkauf eines Teils von seinem Grundstück ablehnt. Bezüglich einer direkten oder indirekten Anbindung des Gebietes an die L872 hat der Landkreis Oldenburg auf Bitte der Gemeinde mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verhandelt. „Auch das Gespräch war nicht fruchtbar“, sagte Kläner. Demnach seien die Erfolgsaussichten äußerst gering. „Zum einen, weil es andere Erschließungsmöglichkeiten gibt. Zum anderen sieht die Straßenbaubehörde eine Erhöhung des Gefahrenpotenzials“, führte der Bauamtsleiter aus.

Als weitere Erschließungsmöglichkeit war im September eine Einbahnstraßenregelung angeregt worden. Also über „Ramshorn“ ins Gebiet rein und über den Kirchweg wieder raus – oder anderes herum. „Auch darüber haben wir mit dem Landkreis gesprochen“, so Kläner. Die Einrichtung einer Einbahnstraße sei zwar – auch angesichts der Tatsache, dass „Ramshorn“ sowie auch RamshornI“ als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen werden sollen – ungewöhnlich, aber generell möglich. Allerdings hat der Landkreis Einschränkungen empfohlen. So sollte über die fünf Meter breite Anbindung zum Kirchweg das Gebiet verlassen und über „Ramshorn“ weiterhin eine Ein- und Ausfahrt ermöglicht werden. Der Ausbau der Anbindung zum Kirchweg würde rund 65000 Euro kosten. „Das steht in keinem Verhältnis zum Nutzen“, meinte Rudi Zingler (SPD). Auch für die CDU war diese Lösung keine Option. „Der Vorteil wäre gering“, sagte Willi Niehoff. Beide Parteien plädierten aber dafür, die Anbindung als Rad- und Fußweg auszubauen. Die Kosten in Höhe von 32000 Euro seien – wie sich Zingler ausdrückte – gerade noch erträglich.

Claus Plate (FDP) tat sich schwer: „Uns wäre eine andere Erschließung lieber.“ Da aber später noch Änderungen möglich seien, wollte er der weiteren Planung nicht im Weg stehen. Eine Verzögerung wäre auch misslich, denn die potenziellen Bauherren stehen schon Schlange. Wie Bürgermeister Ralf Spille mitteilte, gibt es für dieses Gebiet bereits gut 25 Interessenten. „Und die warten darauf, dass wir voran kommen.“ Er mahnte auch, mit neuen Erschließungsideen nicht zu lange hinterm Berg zu halten. „Schließlich müssen wir irgendwann die Preise kalkulieren“, sagte der Verwaltungschef.

ts

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