Fahrradfahrer sammeln Spenden für kranke Kinder

Tour der Hoffnung: „Mehr Medaillenträger als in Rio“

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Die 182 wohltätigen Radler auf dem Weg durch Dötlingen. 

Dötlingen - Von Phillip Petzold. 364 Beine traten in die Pedale und brachten die 33. „Tour der Hoffnung“ am Donnerstag nach Dötlingen. Bürgermeister Ralf Spille überreichte den sportlichen Spendensammlern einen großen Scheck.

Mit Polizeieskorte unter Blaulicht rollte der Pulk der Radler durch den Regen über die Karkbäk. Das Wetter spielte nicht mit, als die 182 Fahrer am Donnerstag von Cloppenburg aus Kurs auf Dötlingen nahmen. Der Empfang der Wohltätigen wurde in die Turnhalle an die Karkbäk verlegt, um somit dem Tross eine trockene Pause zu ermöglichen. Drinnen konnten sich die durchnässten Teilnehmer mit Blechkuchen stärken und mit Kaffee wärmen. Sie fanden auch noch genug Kraft, um beim eigens komponieten Toursong mitzuklatschen und zu singen.

„Die Kinder, für die wir das tun, wären froh, im Regen radeln zu können“, sagte Teilnehmer Christian Pilz. Der 50-Jährige ist Vorsitzender „Elterninitiative für krebskranke Kinder Siegen“ und nimmt seit 20 Jahren an der Tour teil. „Ich steige genau einmal im Jahr auf das Fahrrad – und das ist für diese Tour“, erzählte er.

„Das Geld kommt an, wo es gebraucht wird.“

„Es ist für eine gute Sache. Und zudem noch eine sportliche Herausforderung“, begründete Evi Reeh aus Gießen ihre teilnahme. In der Uni-Stadt sind die Radfahrer am 10. August gestartet. Dort war auch Professor Jochen Harbott bis zu seiner Rente als Laborleiter in der Onkologie des Kinderklinikums tätig. „Unsere Einrichtung hat direkt von den Spenden der Tour profitiert. Das Geld kommt an, wo es gebraucht wird“, erzählte Harbott, der schon seit dem ersten Jahr mit dabei ist.

Vor der Spendenübergabe landete als vorläufiger Höhepunkt Klaus Renz, Weltmeister im Fallschirmsprung, hinter der Halle. Eigentlicher Höhepunkt war jedoch die Übergabe des gesammelten Geldes. Die Dötlinger spendeten bislang 3 670 Euro. Unter anerkennendem Applaus überreichte Bürgermeister Spille den großformatigen Scheck. „Es ist wirklich toll, dass sie dort helfen, wo der Staat es nicht schafft“, so Spille. In seiner Rede lobte er den Einsatz der Radler, unter denen auch viele aktive und ehemalige Spitzensportler waren. „Hier sind mehr Medaillenträger als in Rio“, scherzte Spille und versprach den Fahrern: „Es bleibt flach. Für das Wetter kann ich leider nicht garantieren.“

In Dötligen nutzten manche Radler die Chance, die Fahrräder zu verladen und in einen Bus umzusteigen. Nächster Stopp der Tour ist Bremen, bevor die Strecke über Osterholz-Scharmbeck und Jever nach Papenburg geht. Gespendet werden kann noch bis Ende September.

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