Tipps für Rad und E-Bike

Radfahren geht auch im Corona-Winter

Zwei Fahrräder in der Dunkelheit
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Mit viel Licht und Luft: Auch im Winter ist Radfahren eine gute Idee.

Viele Menschen haben im Coronajahr 2020 das Radfahren wieder oder neu für sich entdeckt: Allein im ersten Halbjahr wurden 3,2 Millionen Räder verkauft. Der bislang schnee- und eisfreie Winter sorgt dafür, dass auch zwischen den Jahren Touren möglich sind – wir geben ein paar Tipps.

Aschenstedt – „Wenn es trocken ist, können Sie bei jedem Wetter fahren“, versichert Frank Frerichs vom gleichnamigen Fahrradgeschäft in Aschenstedt. Und offenbar täten die Leute das auch: „Vor zehn Jahren ist kein Mensch im November oder Dezember noch Fahrrad gefahren“, erinnert er sich. Frerichs kennt sich aus: Vor 30 Jahren eröffnete er seinen Zweirad-Technik-Betrieb, in dem er unter anderem E-Bikes zum Verkauf anbietet.

Rudi Czipull von der Verkehrswacht des Landkreises Oldenburg bestätigt: „Letztendlich ist jetzt kein anderes Verhalten erforderlich als im Sommer“ – vor allem nicht, wenn die Radwege frei von Laub oder Schnee sind. Dennoch geben er und Frerichs ein paar Hinweise, die das Fahren bei kalten Temperaturen und Feuchtigkeit sicherer machen.

Vorausschauend fahren

Czipull empfiehlt, zum Losfahren einen eher kleinen Gang zu wählen, nicht zu schnell zu werden und vorausschauend zu fahren. Wer mit dem E-Bike unterwegs ist, sollte für die ersten Meter ebenfalls eine sanfte Unterstützung nutzen, um beim Anfahren nicht wegzurutschen.

Sichtbar sein

Eine intakte Lichtanlage am Fahrrad ist das erste, was Frerichs Radbegeisterten für die dunkle Jahreszeit rät. Czipull erinnert außerdem daran, dass die Reflektoren an den Pedalen und Speichen vorhanden und sauber sein sollten. Und auch die Kleidung könne einiges dazu beitragen, sichtbar zu sein: Am besten sei es, rundherum reflektierende Elemente zu haben, damit man aus jeder Richtung gut gesehen werden könne.

Das Rad gut pflegen

Ein sauberes Rad ist nicht nur schön, sondern auch besser geschützt. Salz und Dreck können den Lack angreifen, den Griff von Felgenbremsen erschweren oder die Kette schwergängiger machen. Deshalb empfiehlt Czipull, öfter mal zu einem Lappen und warmem Wasser zu greifen und das Fahrrad zu säubern. „Aber bloß nicht mit dem Hochdruckreiniger“, warnt er. Frerichs weist außerdem darauf hin, dass gerade im Winter die Kette gut geölt sein sollte. Und im Carport oder der Garage seien Räder sowieso gut geschützt.

Richtig anziehen

Passende Kleidung für das winterliche Radeln hänge unter anderem davon ab, wie sportlich die Tour werden soll, erklärt Czipull. Wer sich aufs Fahrrad setzen und ein bisschen sportlich betätigen möchte, sollte als unterste Schicht etwas anziehen, das den Schweiß von der Haut wegtransportiert, um nicht auszukühlen. Beim E-Bike sei das in der Regel nicht nötig, weil durch den Unterstützungsmotor weniger Kraft aufgewendet werden müsse und damit auch die Chance sinke, ins Schwitzen zu geraten. Dann könne ruhig eine warme Schicht mehr angezogen werden.

Regelmäßig pumpen

„Eine Luftpumpe ist immer ganz wichtig“, sagt Frerichs. Am besten vor jeder Fahrt, aber mindestens einmal in der Woche sollten die Schläuche mit 3,5 bis 4 Bar aufgepumpt werden. So könnten Platten vermieden werden und das Fahren sei leichter.

Tipps fürs E-Bike

Wenn nicht tagelang deutliche Minustemperaturen herrschten, schade Kälte den E-Bike-Akkus nicht, sagt Frerichs. Allerdings reduziere sie die Reichweite, die Akkus entlüden schneller. Sie seien auch nicht wirklich nässeempfindlich, ergänzt Czipull, außer an den Batteriekontakten. Er rät trotzdem dazu, sie bei Minustemperaturen nicht draußen zu lassen, sondern in der Garage oder im Keller zu lagern.

Wer sich über diese Hinweise hinaus mehr Stabilität für winterliche Fahrten wünscht, könne zum Beispiel seine Pedale prüfen, sagt der Verkehrswachtexperte. Am einfachsten sei es, die Oberfläche mit etwas Schmirgelpapier aufzurauen, um mehr Griffigkeit zu erhalten. Wer zusätzlich Lenker und Sattel etwas tiefer einstellt, verlagere den Schwerpunkt nach unten und sei auch mit den Füßen schneller am Boden. Wenn sie unter die Schutzbleche passen, könnten auch breitere Reifen für mehr Stabilität sorgen.

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