46 Kinder bei traditioneller Freizeit am Hasen-Ahlers-Denkmal dabei

Tierische Begegnungen zum Zeltlager-Auftakt

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Ingrid Schypkowski und Carsten Stolle (v.r.) waren mit dem Info-Mobil der Jägerschaft vor Ort.

Feldhake - Von Tanja Schneider. „Ich möchte keinen Mucks hören. Seid einfach still und lauscht.“ Götz Neuber muss es nicht zweimal sagen. Die Kinder, die derzeit im Hasen-Ahlers-Zeltlager in Klattenhof-Feldhake weilen, stehen ganz ruhig vor seinen großen Linden – und in denen summt es gewaltig. Der Ausflug zu dem Imker ist bereits Tradition und passt in diesem Jahr besonders gut. Schließlich lautet das Motto „Forschen und Tiere in Wald und Flur“.

Heike Schwan freut sich über die kurze Stille. Diese hätten sich die Betreuer auch am Dienstagmorgen gewünscht. „Um 5.15 Uhr war auf dem Zeltplatz schon Radau. Ich glaube, wir müssen heute mit den Kindern eine extra lange Nachtwanderung machen, damit sie platt sind und morgen alle ein bisschen länger schlafen können“, meint Schwan mit einem Augenzwinkern. Insgesamt 15 Helfer, davon vier Jungbetreuer, kümmern sich um die 46 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren, die hauptsächlich aus der Gemeinde Dötlingen sowie aus Wildeshausen stammen. Aber auch aus Delmenhorst und Ganderkesee reisten am Montag einige an – und das bei Regenwetter. „Zum Glück ist es nun trocken“, sagt Schwan. Ein unter Wasser stehendes Zeltlager mache schließlich niemandem Spaß.

Nach den Kennenlernspielen in der Scheune und am überdachten Lagerfeuer stehen jetzt im Sonnenschein die ersten themenbezogenen Aktionen auf dem Programm. Zu Gast ist die Jägerschaft mit ihrem Info-Mobil, an dem die Kinder eine Vielzahl an ausgestopften Tieren sehen können. Nicht allen ist das geheuer. „Die armen Tiere“, meinen vor allem die Mädchen, während die Jungen überhaupt keine Berührungsängste haben. Carsten Stolle informiert den Nachwuchs über Marder, Fuchs und Co. Mit dabei sind auch Ingrid Schypkowski und ihr Hund Goethe, der zeigt, dass er ein wahrer Meister im Apportieren ist.

Andere Kinder stehen derweil lauschend unter den Linden des benachbarten Imkers. „Nachdem wir gesehen haben, wo die Bienen arbeiten, wollen wir uns nun ihre ,Wohnung‘ anschauen“, sagt Neuber und öffnet – sehr zur Erleichterung einiger Kinder – einen leeren Bienenkasten. Die zum Vorschein kommenden Waben sind allen bekannt. Aber was macht der Imker, wenn sich darauf unzählige Bienen tummeln und er an den Honig möchte? „Er bläst Rauch hinein“, verrät Neuber und demonstriert es. „Die Bienen werden dann ruhiger.“ Die Kinder nicht. Eifrig stellen sie ihre Fragen, wollen wissen, was der Klattenhofer macht, um nicht gestochen zu werden. „Und was ist das hier?“, fragt einer der Jungen. „Das ist eine Gänsefeder. Damit kann ich die Bienen von der Wabe streichen“, antwortet er. Bereits am Montagabend war Neuber im Zeltlager zu Gast und hatte die Geschichte vom Wilddieb Hasen Ahlers erzählt.

Am Mittwoch geht es für die ganze Gruppe in den Wild- und Freizeitpark Ostrittrum, wo auch Hirsche und Wildschweine leben. Am Donnerstag sollen Vogelkästen und Traumfänger entstehen. Zwischendurch bleibt viel Zeit zum Spielen. „Und dann gibt es ja auch noch ein paar Pflichten“, erinnert Schwan an den Toiletten- sowie den Abwaschdienst. Die Küche ist hingegen fest in Betreuerhand. Gerade wird mit den Vorbereitungen für das Abendessen begonnen. Milchreis soll es geben. Die Helfer fungieren aber nicht nur als Köche, Entertainer, Nachtwächter, Zeltkontrolleure oder Streitschlichter. So manches Mal müssen sie auch trösten. „Zum Beispiel wenn ein Kind Heimweh hat“, weiß Schwan.

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