Saison des Vereins „Neerstedter Bühne“ endet einigermaßen rechtzeitig

Theater schrammt an Coronakrise vorbei

Publikumsmagneten: Gruppen wie die Korsorsbarger Speeldeel sorgen für volle Ränge im Neerstedter Theater. Archivfoto: Schneider

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Das ist wohl ein Beispiel für perfektes Timing: Ohne großartige „Corona-Opfer“ konnte das Theater „Neerstedter Bühne“ die Spielzeit 2019/2020 beenden. Lediglich der Auftritt des Musiktheaters „twinkle“ hatte der Verein „Neerstedter Bühne“ kurzfristig absagen müssen. Dessen Vorsitzende Annika Stolle zeigt sich erleichtert: „Die Saison hätte wirklich nicht länger gehen dürfen“, sagt sie.

Mehr als 2700 Besucher gezählt

Mit dem Verlauf der Spielzeit ist der Verein zufrieden. 2 533 Zuschauer besuchten die 23 öffentlichen Veranstaltungen. Hinzu kamen knapp 230 Besucher in zwei geschlossenen Vorstellungen. „In der Vorsaison hatten wir etwas mehr Publikum. Da waren es aber auch mehr Termine“, berichtet Stolle.

Zu den Höhepunkten gehörten für die Vorsitzende der Auftritt von Elise Plietsch, die erstmals ein nachmittagfüllendes Programm im Theater präsentierte, sowie die Rock‘n‘Roll-Show von „The Rascals“. „Das war ein tolles Wochenende“, blickt Stolle zurück. Aber auch viele der plattdeutschen Theatergruppen hätten mit ihren Komödien für ein volles Haus gesorgt, darunter die Dötlinger Speelkoppel und „De Spaaßmaker“ aus Großenkneten. Beide sind auch in der kommenden Saison wieder am Start. „Die steht nämlich schon grob“, verrät Stolle. Viele der plattdeutschen Gruppen hätten bereits ihre festen Termine.

Und auch das Musiktheater „twinkle“ bekommt in der neuen Spielzeit eine weitere Chance. Ursprünglich sollten Stephanie Müller (Gesang) und Jonas Gudegast (Klavier) schon im Dezember 2019 auftreten, hatten aber aufgrund einer Erkrankung absagen müssen. Den Nachholtermin hat das Coronavirus auf dem Gewissen. „Wir starten am 31. Oktober einen neuen Versuch“, so Stolle. Die bereits erworbenen Karten behielten ihre Gültigkeit.

Zufrieden ist die Vorsitzende auch mit der Unterstützung aus den Reihen der mittlerweile 59 Mitglieder. „Wir hatten ein paar mehr Helfer“, erzählt sie. Diese kümmern sich unter anderem um die Kasse, Garderobe sowie die Beleuchtung. Allein 25 Frauen sorgten im Wechsel dafür, dass während der Pause bei den Sonntagsvorführungen ausreichend Kuchen zur Verfügung stand.

Verein baut Technikraum um

„Zum Abschlussessen vor rund zwei Wochen kamen 52 Mitglieder“, freut sich Stolle über die Resonanz. Sie dankt allen Helfern, die oft – vom Publikum unbemerkt – hinter den Kulissen mit anpacken.

Um die Arbeit in der neuen Saison zu optimieren, plant der Verein derzeit die Modernisierung des Technikraumes. „Er ist nur etwa zweimal zwei Meter groß“, sagt Stolle. Um auf kleinstem Raum besser agieren zu können, sollen unter anderem die Kabel neu verlegt werden.

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