Mit schwerem Gerät auf sechs Flächen angerückt / Erneute Artenerfassung vor Auslaufen des Projekts im Jahr 2013

Teil eins der Schlatt-Sanierung beendet

Mit Hilfe eines Pistenbullys mit Forstmulcher wurde auch den Birken, Weiden und Binsen am Schlatt „Bareler Moor“ zu Leibe gerückt. Denn die Gehölze entziehen den Schlatts zusätzlich Wasser und führen letztendlich zu einer Birkenwaldentwicklung.

Doetlingen - NUTTEL (ts) · Mit einem Pistenbully mit Forstmulcher rückten in den vergangenen zwei Wochen die Mitarbeiter des Planungsbüros Palandt aus Hude den Birken, Weiden und Binsen in den Schlatts bei Nuttel zu Leibe. Die Maßnahme ist der erste Schritt in dem mit EU-Leader-Mitteln geförderten Projekt des Landkreises Oldenburg zur Verbesserung des Zustands dieser Biotope. 90 000 Euro betragen die Gesamtkosten der Sanierung, die mit knapp 46 000 Euro bezuschusst wird.

Die betreffenden Flächen, die überwiegend als Naturdenkmale ausgewiesen und zugleich auch gesetzlich geschützte Biotope sind, haben in den vergangenen Jahren unter der Intensivierung der Landwirtschaft gelitten. Der Wasserzufluss zu den Schlatts, die von Oberflächenwasser gespeist werden und vom Grundwasser weitgehend unbeeinflusst sind, geriet ins Stocken. „Und wenn Schlatts zu trocken sind, treten Birken, Weiden und auch Binsen auf“, erklärte gestern Diplom-Ingenieur Holger Bordeaux vom Büro Palandt. „Der Baumbewuchs sorgt dann für eine weitere Enttrocknung.“

In einem ersten Schritt haben die Mitarbeiter deshalb den Bewuchs an einem nach Paragraph 28a des niedersächsischen Naturschutzgesetzes geschützten Biotop sowie den Schlatts „Bareler Moor“, „Gerken-Moor“ und dem Doveschlatt (alle in Nuttel) sowie dem Schlatt beim Dreijücks placken und dem Schlatt auf der Kälberweide auf Ganderkeseer Gebiet entfernt. „Bis Freitag haben wir die Gehölze gefräst und im Innenbereich der Schlatts gemulcht“, teilt Bordeaux mit. „Im Januar wollen wir das Material aus den Schlatts rausschieben.“

Bis maximal Mitte Februar sollen die Arbeiten, für die laut dem Landkreis auch Abstimmungsgespräche mit örtlichen Kennern und Betroffenen erfolgt sind, dauern. „Danach heißt es, abzuwarten, wie sich der Zustand der Flächen entwickelt“, sagt Bordeaux. „Da bin ich wirklich gespannt drauf. Denn nun wirken die Bereiche eher wie eine ‚Wüste‘.“

Schon vor den Maßnahmen seien während der Erfassung des Flora- und Faunabestands keine seltenen Arten in den sechs Schlatts entdeckt worden. „Einfach, weil der Zustand nicht optimal war“, so Bordeaux. Neben den Gehölzen registrierte das Büro Palandt noch Libellen und ein paar Amphibien. Kurz vor Auslaufen des Projekts im Jahr 2013 soll eine weitere Artenerfassung zeigen, was sich in dem nun fast vegetationslosen Bereichen getan hat.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung
Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel

Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel

Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel
16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt

16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt

16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt
Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn

Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn

Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn

Kommentare