„Dann geht einem das Herz auf“

Tammo Breuner ist neuer „Filibuster“-Leiter

Freuen sich über ihre neuen Aufgaben: „Filibuster“-Leiter Tammo Breuner sowie die beiden Auszubildenden Allegra Groot und Venja Braun (vorne, v.l.). Über deren Unterstützung freuen sich Ali Yilmaz, Personalratsmitglied Rita Samlaus, Yasmin Heine und Katrin Albertus-Hirschfeld, alle von der Gemeindeverwaltung (v.l.).
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Freuen sich über ihre neuen Aufgaben: „Filibuster“-Leiter Tammo Breuner sowie die beiden Auszubildenden Allegra Groot und Venja Braun (vorne, v.l.). Über deren Unterstützung freuen sich Ali Yilmaz, Personalratsmitglied Rita Samlaus, Yasmin Heine und Katrin Albertus-Hirschfeld, alle von der Gemeindeverwaltung (v.l.).

Brettorf – Einer geht, einer kommt. Erst vor wenigen Wochen wurde „Filibuster“-Leiterin Gudrun Löhlein nach 32-jähriger Kinderbetreuung in der Gemeinde Dötlingen – gleich zweimal – in den Ruhestand verabschiedet, am Donnerstagnachmittag hat die Gemeindeverwaltung ihren Nachfolger vorgestellt. Tammo Breuner ist seit dem 1. August der neue Leiter des Brettorfer Kindergartens.

2017 fing der 33-Jährige als Vertretungskraft im „Filibuster“ an. „Ich habe da einiges von Gudrun lernen dürfen“, erzählt Breuner, der in Harpstedt wohnt und schon Erfahrungen im Krippenbereich und bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gesammelt hat.

„Als es dann dahin ging, dass Frau Löhlein in Rente geht, habe ich versucht, die Chance zu ergreifen. Ich konnte mich gut darin sehen“, berichtet er. Die Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeiterinnen schätze er sehr: „Mit den super Kollegen, die ich da habe, ist es eine sehr gute und effiziente Arbeit.“ Gebürtig komme er aus Borkum. In Esens besuchte er als Schüler ein Internat. „Ein Betreuer dort war Erzieher, und seine Arbeit hat mich dazu bewogen, das zu machen.“ Dann folgten einige Praktika. „Meine erste Arbeitsstelle war direkt in der Krippe“, so der gelernte Erzieher. Bevor er im August die Leitung übernahm, hatte er in einer Kindergartenakademie einen Lehrgang für Leitungsposten absolviert. Danach durfte er sich zertifizierte Kindergartenleitung nennen, so Breuner.

Breuner arbeitet seit 2017 in der Kindertagesstätte „Filibuster“

„Ich habe gemerkt, dass von den Mitarbeiterinnen, die ich habe, die Motivation, in dem Beruf arbeiten zu wollen, immer noch da ist. Mein Empfinden ist, nicht wegen des Geldes da zu arbeiten, sondern wegen der Arbeit mit dem Kind.“ 40 Jungen und Mädchen (15 in der Krippengruppe, 25 im Kindergarten) besuchen die Einrichtung in Brettorf. Im Moment arbeitet Breuner mit fünf Kolleginnen zusammen, ab Oktober solle es jedoch Unterstützung geben, denn es kommen zwei Vertretungskräfte dazu. „Wir sind dann sehr gut aufgestellt, auch wenn jemand krank ist oder Urlaub hat“, sagt der Leiter. Er erzählt, dass sich die Ausbildung im pädagogischen Bereich verändert habe. „Sicher, sauber, satt dürfte noch ein Begriff sein. Das wird teilweise in einigen Krippen noch so gehandhabt, dass die kognitiven Angebote eher zurückgehalten werden.“ Er ergänzt: „Auch im Kindergartenbereich wird noch viel auf Projektarbeit verzichtet. Es ist wichtig, dass man neue Erkenntnisse in der Systemik hat. Kinder sind kein blankes Blatt Papier. Sie haben ihre Eigenheiten.“ Ihm sei es wichtig, dass man bereits mit Kindern im Krippenalter Projekte mache. „Das sind keine Babys, das sind Kleinkinder. Die können schon ganz viel“, betont Breuner.

Im Krippenbereich habe er sich von vornherein wohlgefühlt. „Es macht mir Freude, mit den Kindern zu arbeiten“, sagt der 33-Jährige. Er erlebe viele schöne Momente mit den Kindern. „Ich habe ja zu 99,9 Prozent in der Krippe gearbeitet, und wenn das Kind die ersten Worte gesprochen hat oder die ersten Schritte geht, dann geht einem das Herz auf.“

„Dann geht einem das Herz auf“

Aber auch im Neerstedter Rathaus gibt es Verstärkung: Die neuen Auszubildenden zur Verwaltungsfachangestellten, Allegra Groot und Venja Braun, arbeiten dort seit dem 1. August. Braun ist gelernte Hörakustikerin. „Nach einem Jahr habe ich festgestellt, dass mir der organisatorische Part mehr Freude bereitet“, erzählt sie. Sie habe sich lange mit anderen Berufen auseinandergesetzt. „Ich habe hier im Rathaus eine gute Bekannte und dann die Entscheidung getroffen, mich zu bewerben“, so die 26-Jährige, die aus Hatten kommt.

Groot ist 19 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Wittmund. Seit Mai wohnt sie in Oldenburg. „Ich habe vergangenes Jahr einen Bundesfreiwilligendienst im Jugendzentrum gemacht und gesagt, in der Verwaltung zu arbeiten, gefällt mir besser.“ Auch wenn die beiden erst anderthalb Monate im Rathaus arbeiten, ziehen sie eine positive Bilanz: „Es ist jetzt schon klar, dass es die richtige Entscheidung war“, sagt Braun.

38 Personen hätten sich auf die Stellen beworben, informiert Katrin Albertus-Hirschfeld von der Gemeindeverwaltung. Am Ende des Gesprächs überreichte Rita Samlaus, Personalratsmitglied, den beiden Auszubildenden und dem neuen Kindergarten-Leiter jeweils einen Strauß Blumen: „Herzlich willkommen, alles Gute, viel Spaß.“  

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