„Superhelden trinken Wasser“

Grundschule Neerstedt bekommt einen Wasserspender

Unter anderem machten sich Heiko Poppen, Alexandra Demand, Bauamtsleiter Uwe Kläner (v.l.), sowie Bertholt Lüsse (2.v.r.) selbst ein Bild von dem neuen Automaten.

Neerstedt - Von Alina Pleuß. Egal ob gekühlt, normal, mit oder ohne Sprudel: Nun kann in der Grundschule Neerstedt der Durst auf Knopfdruck gestillt werden: Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und die Gesundheitsregion Landkreis Oldenburg überreichten der Schule am Dienstag einen Trinkwasserspender.

Flaschen zum Auffüllen gab es für alle Kinder dazu. Der Hintergrund für die Aktion: Wie Alexandra Demand, die Jugendzahnärztin beim Landkreis Oldenburg, berichtet, ist ein Anstieg von frühkindlicher Karies bei Grundschulkindern festzustellen. Schuld daran seien unter anderem gesüßte Getränke. „Den Kindern werden schon früh Getränke wie Apfelschorle oder ,Wasser mit Geschmack‘ gegeben. Dabei wissen die meisten Eltern gar nicht, was sie ihrem Kind oder auch sich selbst damit antun.“ Zu viel Zucker sei darin enthalten. „Die Kinder trinken nicht mehr, um ihren Durst zu stillen, sondern weil es eben süß ist. Dabei brauchen sie das nicht.“ Damit sei eine Tretmühle in Gang gebracht. „Denn die Kinder müssen erst wieder lernen, dass Wasser auch schmeckt“, ergänzt Heiko Poppen, Pressereferent bei der OOWV.

Die Kinder der Grundschule Neerstedt freuten sich bei der Einweihung des Trinkwasserspenders. Minutenlang stand der Automat nicht still. - Fotos: Pleuß

Und die Kleinen freuen sich. „Das ist cool! Wir trinken jetzt auch bestimmt mehr Wasser“, erzählen Yuna Schroeter (7) und Bastian Lindner (7) stolz. Auch ein Plakat vom OOWV zeigt den Kindern, wie wichtig Wasser ist: „Superhelden trinken Wasser“, steht darauf. Auch nach der Einweihung trudelten immer mehr Schüler ein, um den neuen Automaten auszuprobieren. Schnell haben die Kleinen die Bedienung raus, und der Spender steht kaum noch still.

Wie Poppen betont, hat das Projekt aber auch einen wichtigen sozialen Aspekt: „Die Kinder haben sonst immer unterschiedliche Getränke dabei. Da fragen die Kleinen dann ,Warum hat er oder sie das? Ich möchte das auch.‘ Und mit dem Wasserspender schaffen wir ein wenig Chancengleichheit.“

Der Automat in Neerstedt ist insgesamt der vierte, den der OOWV gesponsert hat. In der Wallschule Wildeshausen sowie in Ganderkesee und Ahlhorn ist seit einem Jahr ein solcher Trinkwasserspender im Einsatz. „Die Resonanz ist sehr gut. Wir haben kürzlich noch mit Lehrern dieser Schulen gesprochen, und in Ahlhorn erzählte man uns, dass von 400 Schülern nur noch einer mit Apfelschorle zur Schule kommt“, erzählt Demand. Allgemein sei der Wasserkonsum auch auf viele Lehrer „übergeschwappt“: Die lassen den Kaffee nun oftmals stehen und greifen lieber zur Wasserflasche.

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