Erster Heideweg-Abschnitt gepflastert 

Bei Straßenausbauten ist alles im grünen Bereich

Der Ausbau des Dötlinger Heideweges schreitet voran (rechts). Passend dazu hat der Wildeshauser Heimatforscher Alfred Panschar in seinem Archiv eine Postkarte gefunden, die den Heideweg zu früheren Zeiten zeigt – unbefestigt und naturbelassen. - Foto: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Im ersten Abschnitt des Heideweg-Ausbaus liegt bereits der gerumpelte Betonstein in Grau. Straßen wie „Zur Bäke“ und „Krusenbusch“ haben eine Oberflächenbehandlung erhalten, und im Bereich Mühlen- und Badbergsweg wurde ein Gemeinschaftsprojekt abgeschlossen: Beim Ausbau und der Sanierung von Fahrbahnen in der Gemeinde Dötlingen geht es voran. Zwar konnte die Kommune aufgrund fehlender Fördermittel auch in diesem Jahr nicht alle geplanten Maßnahmen in Angriff nehmen, aber dafür kann sie bald hinter einige „Dauerbrenner“ einen grünen Haken setzen.

Mit dem Ausbau des Heideweges in Dötlingen ist im Oktober ein seit Jahren angedachtes Vorhaben gestartet. Lange Zeit hatten die Entwürfe in der Schublade gelegen und – nachdem Verwaltung sowie Politik sie wieder hervorgeholt hatten – nicht gerade für Begeisterung gesorgt. Die Folge war eine Alternativplanung zusammen mit Anliegern und Nabu-Vertretern. Die Kosten stiegen auf 1,54 Millionen Euro, von denen das Land Niedersachsen 748 000 Euro übernimmt. „Das Nervenkostüm hat etwas gelitten, aber ich denke, dass das Ergebnis zur Zufriedenheit aller sein wird“, zieht Bauamtsleiter Uwe Kläner ein Zwischenfazit. Der Ausbau sei eine Bereicherung.

Bis Weihnachten hatten die Bauarbeiter im ersten Abschnitt – vom Ortseingang bis zur Hausnummer 16 – schon den Regenwasserkanal, Leerrohre für den Breitbandausbau sowie das neue Pflaster verlegt. Damit sind sie im Zeitplan. Lediglich der Radweg ist noch unberührt. Insgesamt sind fünf Abschnitte geplant – zwei weitere entlang des Heideweges sowie zwei am Dorfring im Bereich vom Café Behr und der Dorfeiche. Über Details, zum Beispiel wann welche Zufahrt beeinträchtigt ist, können sich die Anlieger immer dienstags ab 8 Uhr informieren. Dann stehen auf der Baustelle Ansprechpartner der ausführenden Firma und/oder des Bauamtes zur Verfügung. Bislang werde dieses Angebot ganz gut genutzt, so Kläner.

Ganz anders lief der Ausbau des Mühlen- und Badbergsweges sowie der Straße „Im Fuhrenkamp“ in Dötlingen, wo vor gut zwei Wochen die Abnahme der Restarbeiten anstand. Die Maßnahme steckte ebenso lange in der Pipeline wie der Heideweg. Um die Kosten in Grenzen zu halten, hatten schließlich die Anlieger die Planung, Auftragsvergabe und Bauaufsicht übernommen. Zudem kümmerten sie sich um Beleuchtung und Bepflanzung. „Eine der vorbildlichsten Straßenausbauaktionen der vergangenen Jahrzehnte“, lobt Kläner.#

Selbst vergeben musste die Gemeinde hingegen die Oberflächenbehandlungen der Straßen „Zur Bäke“ in Wehe, „Krusenbusch“ am Rande Neerstedts, Teile des Bassumer Weges sowie den südlichen Bereich des Stedinger Weges in Brettorf. Die Maßnahmen konnten noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten lagen laut Kläner bei rund 90 000 Euro.

Für Anfang 2019 ist der Ausbau der Straße „Zum Welsburger Holz“ geplant – zumindest in Teilen. „Den Auftrag haben wir schon vergeben“, informiert Kläner. Wenig Hoffnung hat der Bauamtsleiter hinsichtlich der Straßen „Achtern Holt“ und „Zur Kuhweide“. Wie in den Vorjahren sind die beiden Maßnahmen auch 2018 beim Förderprogramm „Profile – ländlicher Wegebau“ nicht berücksichtigt worden. „Da bewegt sich nichts“, betont Kläner. Dies sei umso ärgerlicher, da die Vorhaben seit Jahren Geld blockierten. Schließlich hatte die Politik vor Jahren schon Beträge bereitgestellt, die seitdem von Haushalt zu Haushalt geschoben und mitunter auch angepasst wurden.

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