Anliegerinitiative mit Verlauf zufrieden 

Straßenausbau im Quartier schreitet gut voran

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Frank-Ronald Rath, Ewald Kohne und Maren Henze (v.l.) gehören zu den Anliegern, die drei Wege im Quartier in Eigenregie ausbauen. Start der Arbeiten war auf dem Mühlenweg.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Das Ziel ist gesetzt: Ende November soll der von den Anliegern geplante und beauftragte Straßenausbau im sogenannten Quartier (wir berichteten) abgeschlossen sein. Nach anfänglichen Verzögerungen schreiten die Arbeiten am Mühlenweg, Badbergweg und der Straße „Im Fuhrenkamp“ in Dötlingen auch flott voran.

„Wenn das Wetter mitspielt, können wir unser Ziel erreichen. Dann sind Staub und Schlaglöcher bald passé“, berichtet Frank-Ronald Rath, der der Planungsgruppe angehört und die Bauaufsicht übernommen hat.

Täglich schaut er auf der Baustelle nach dem Rechten, erkundigt sich nach den Fortschritten und informiert die Nachbarn. Aus der anfänglichen Sechser-Gruppe, die mit den Vorarbeiten beschäftigt war, ist mittlerweile ein elfköpfiges „Ausbauteam“ geworden, das regelmäßig zusammenkommt, offene Fragen oder unerwartete Probleme erörtert. Betroffen sind insgesamt 48 Grundstücksbesitzer. „Fast alle ziehen mit“, berichten Rath und Maren Henze mit einem gewissen Stolz auf den Zusammenhalt der Nachbarschaft. „Die Stimmung ist gut“, erzählen sie.

Begonnen haben die Bauarbeiter am Mühlenweg. Zu den ersten Schritten gehörte das Setzen der Kantsteine. Vor dem Ebnen der künftigen Fahrbahn musste erst einmal der alte Schotter verschwinden. „Einmal im Jahr hatte die Gemeinde welchen gebracht und verteilt“, erinnert sich Rath. 

Jeder zahlt rund 3. 000 Euro

Damit ist nun Schluss. Durch den Ausbau in Eigenregie sparen die Anlieger ordentlich Kosten. Jeder zahlt nur rund 3. 000 Euro. Die Gemeinde begrüßt die Initiative im Quartier und übernimmt die Ausgaben für das Material.„Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung läuft ohnehin gut“, bestätigen Rath und Henze. Über die Rücksprachen sind sie ebenso froh wie über das Know-how innerhalb der Nachbarschaft. „Man hat es ja ganz plötzlich mit Sachen zu tun, mit denen man sich vorher nie befasst hat“, sagen sie mit Blick auf Fragen rund um die Oberflächenentwässerung, Höhenunterschiede und Kanaldeckel.

Gemeinsam suchten die Anlieger die Pflastersteine aus, die schon bald die drei Straßen zieren sollen. Auch die Frage nach der Beleuchtung wird demokratisch geklärt. Als Entscheidungshilfe gab es ein Lampenmodell zur Begutachtung. Neben der Beleuchtung ist eine Verkehrsberuhigung geplant – und zwar nicht nur durch die 15 Elemente, deren Bepflanzung Dirk Orth übernehmen wird. Angestrebt wird auch eine 30-km/h-Zone oder gar Schritttempo. Hier ist allerdings noch keine Entscheidung gefallen. Nach dem vier Meter breiten Mühlenweg machen sich die Bauarbeiter an die Straße „Im Fuhrenkamp“, die etwas schmaler ist. „Die Einmündung zum Mühlenweg wird im Anschluss hergestellt, sodass die Baufahrzeuge nicht über die neue Fahrbahn müssen“, erklärt Rath. Einschließlich des Badbergweges werden insgesamt 1 300 Meter ausgebaut. „Am Ende gibt es eine Abnahme mit der Verwaltung“, weiß der Dötlinger.

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