Start der 72-Stunden-Aktion/Agenten lüften die Aufgabe

Landjugend gestaltet Mehrgenerationenplatz

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„Geht nich, gibt‘s nich“ lautet das Motto der 72-Stunden-Aktion, die um 18 Uhr auch für die Landjugend Dötlingen gestartet ist. Bis Sonntag, 18 Uhr, haben sie Zeit ihre Aufgabe zu meistern.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Um kurz nach 18 Uhr war das Geheimnis gelüftet: Die Dötlinger Landjugend muss im Rahmen der 72-Stunden-Aktion den Kinderspielplatz am Steinweg in Neerstedt in einen Mehrgenerationenplatz verwandeln. „Ich bin Optimistin, aber diese Aufgabe hat es in sich“, sagte Hella Einemann-Gräbert, die gemeinsam mit Manfred Rose als Agent fungierte und die Herausforderung bekanntgab.

Beide spannten die Landjugendlichen und Zuschauer vor dem Rathaus aber erst einmal auf die Folter. „Es steckt ein bisschen ‚Wi helpt di‘ drin“, verriet Einemann-Gräbert, während sich Rose der Aufgabe in Gedichtform näherte. So mancher Landjugendlicher hatte hinterher das sprichwörtliche Fragezeichen auf der Stirn. Einwohner brachten etwas Klarheit. „Ich wünsche mir einen Platz, auf den ich mit meinem Rollator kann. Er sollte eine Bank und vielleicht auch Fitnessgeräte haben“, sagte Wilhelm Schröder. Die Schwestern Paula, Greta und Alma Drieling wünschten sich einen Platz zum Klettern, Spielen und Toben. Mama Inka Drieling hätte auch nichts gegen einen Ort zum Picknicken.

Die Aufgabe hatte die Gemeinde Dötlingen in Absprache mit der Niedersächsischen Landjugend ausgewählt. „Und da sie so umfangreich ist, gibt es diesmal gleich zwei Agenten“, sagte Bürgermeister Ralf Spille. „Ich denke aber, dass unsere Landjugend das super in den Griff bekommt.“ Zudem sicherte der Verwaltungschef Unterstützung zu – vom Bauhof und Bauamt. Für Letzteres war Marion Einemann dabei, die gleich einen ganzen Aktenordner an den Vorsitzenden der Landjugend, Dietz Wiechers, überreichte. Denn bei der Umgestaltung gilt es, so manches zu beachten. So müssen beispielsweise die jetzigen Spielgeräte wie Rutsche, Schaukeln, Wippe und Klettergerüst erhalten bleiben. „Es darf nur ergänzt werden“, sagte Einemann.

Für drei Bewegungsgeräte hat die Gemeinde bereits gesorgt. Mit ihnen fuhr Bauhofleiter Dietmar Wilkens vor. Eine Anleitung für den Zusammenbau gab es ebenfalls. Auch der langjährige Spielplatzpate Michael Rittner hatte etwas im Gepäck – ein fix und fertiges Schild, das nach der Aktion auf den Mehrgenerationenplatz hinweist. Einemann-Gräbert sicherte Hilfe vom „Wi helpt di“-Arbeitskreis zu, Birte Eilers die Unterstützung der Landfrauen. Sie werden am Sonntag für die Verpflegung sorgen. Denn wenn die Aktion um 18 Uhr endet, soll mit allen Nachbarn gefeiert werden. „Und falls wir es gar nicht bis dahin schaffen?“, fragten die Landjugendlichen. „Dann wird trotzdem gegrillt. Ich habe den ganzen Kühlschrank schon voller Bratwürste“, meinte Eilers, die ebenso gutes Gelingen wünschte wie Maren Meyer vom Vorstand des Landfrauenverbandes Weser-Ems.

Die Landjugendlichen steuerten nach der Aufgabenverkündung direkt den Steinweg an, um sich ein Bild zu machen. So manches Mitglied hat den Spielplatz bereits als Kind genutzt. „Sieht doch ganz gut aus. Da brauchen wir nur Rasen zu mähen“, witzelte der Vorsitzende. Angesichts der doch umfangreichen Aufgabe hoffen die Landjugendlichen auf viele helfende Hände und Sponsoren. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet die Mitglieder bis Sonntagabend auf dem Spielplatz oder kann sich unter Telefon 0178/9627394 bei Dietz Wiechers melden.

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