„Sportfest ohne Limits“: Organisatoren haben bisher 64 Urkunden verschickt

Noch bis Weihnachten laufen und springen

Probieren sich im Fußball: die Teilnehmer der Lebenshilfe Syke. Zehn Urkunden hat Organisator Ufke Janssen an die Einrichtung verschickt.
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Probieren sich im Fußball: die Teilnehmer der Lebenshilfe Syke. Zehn Urkunden hat Organisator Ufke Janssen an die Einrichtung verschickt.

Brettorf – Im Sommer haben Julia und Ufke Janssen von der Kontaktgruppe für Behinderte und Nichtbehinderte im TV Brettorf zur Teilnahme am „Sportfest ohne Limits“ aufgerufen. Zwei Einrichtungen hätten sich bisher daran beteiligt, teilt Ufke Janssen mit. Und es könnten noch mehr werden, denn wer Lust hat und bei dem Sportfest mitmachen möchte, hat noch etwas Gelegenheit dazu: Bis Weihnachten ist dies möglich.

Janssens konnten erst einmal das Sportfest auf dem Sportplatz am Bareler Weg in Brettorf ausrichten. Das war im Jahr 2019, als sie die Organisation übernommen haben. 2020 musste die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Auch in diesem Jahr gab es kein Sportfest in Präsenz, weil es den Organisatoren zu unsicher war, eines auszurichten.

Zwölf Stationen können zu Hause durchlaufen werden

Treffer: Die Bewohner der Lebenshilfe Syke werfen Bälle in einen Papierkorb.

Wie berichtet, fanden sie aber eine Alternative: Interessierte können von zu Hause aus zwölf verschiedene Stationen durchlaufen und so in den eigenen vier Wänden an der Veranstaltung teilnehmen. Dafür verschickte Ufke Janssen die Stationskarten mit den Spielregeln sowie die Wettkampfkarten per E-Mail an verschiedene Einrichtungen in Oldenburg, dem Oldenburger Land, in Bremen und im Landkreis Diepholz. Als Beispiel listet er die Lebenshilfen Syke und Delmenhorst, das Baumhaus Oldenburg, die Norle, die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg sowie die Himmelsthür in Wildeshausen auf.

„Zum Glück gab es darauf ein Echo durch verschiedene Einrichtungen“, teilt Janssen mit. „Erst lief es ganz ruhig, aber dann hat der Albertushof aus Groß Ippener Kontakt zu uns aufgenommen. Die haben gesagt, dass die Übungen für ihre Bewohner nicht so richtig geeignet seien, und meinten: Wir machen ein eigenes Sportfest“, berichtet er und ergänzt: „Wir haben den Anschub gegeben, dass die daraufhin ihr eigenes Sportfest veranstalten wollten.“ Und das sei auch das Ziel der Kontaktgruppe gewesen. „Ich freue mich, wenn man etwas bewegt hat. Das wollten wir erreichen“, sagt er.

„Ich freue mich, wenn man etwas bewegt hat“

Die Lebenshilfe Syke hätte für den 50-Meter-Lauf sogar die Straße vor der Wohnanlage abgesperrt, damit die Bewohner die Übungen absolvieren konnten, schildert Janssen. Nach Erhalt der Teilnehmerzettel habe er zehn Urkunden an die Lebenshilfe verschickt.

Wie berichtet, bekommen die Sportler eine Urkunde, wenn sie die Wettkampfkarte ausgefüllt an die Organisatoren zurückschicken. Dabei spiele das Ergebnis keine Rolle, betont Janssen. „Jeder bekommt eine Urkunde. Beim Sportfest war das auch immer so, auch wenn man nur wenige Punkte erhält.“ Sogar Fotos von den Sportlern hat er erhalten, freut er sich.

„Das Gut Sannum hat uns 54 Teilnehmerscheine mit Punktzahlen zugeschickt. Ich habe die Urkunden ausgedruckt, die dann per Post versendet werden“, berichtet er.

Wettkampfkarte bis Weihnachten zurückschicken

Insgesamt sei er mit der Teilnehmerzahl zufrieden. „Man wünscht sich immer, dass man damit etwas auslöst, sei es dass die Menschen Kontakt zu anderen haben oder sich bewegen“, sagt Janssen. Das Sportfest „ohne Limits“ sei übrigens schon 35 Mal auf der Anlage in Brettorf ausgetragen worden, informiert er.

Wer noch an dem etwas anderen Sportfest mitmachen möchte, kann die ausgefüllte Wettkampfkarte bis Weihnachten per E-Mail an janssentvb@online.de oder unter Handynummer 0152/31855528 an die Organisatoren zurückschicken. Neben einem Ausdauer-Training können sich die Teilnehmer unter anderem beim Ballweitwurf, Weitsprung oder Torwandschießen probieren.

Insbesondere für Menschen mit Behinderungen sei es keine leichte Zeit. „Sie waren teilweise schon sehr isoliert. Sie waren ja auch fast alle anderthalb Jahre nicht arbeiten und sie durften sich mit niemandem treffen“, berichtet Janssen. Über Chatrooms mit anderen zu kommunizieren, käme für viele nicht infrage, da sie zum Teil nicht lesen oder schreiben könnten.

Zu den Übungen

Die Übungen sind im Internet unter www.tvbrettorf.de/verein/kontaktgruppe/ einsehbar.  

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