Zweitägiger „Sommertraum“ mit 15 Ausstellern in Krebs’ Garten

Vom Spiel mit dem Feuer bis hin zum gemütlichen Liegen

Auf den Klappstühlen von Christine Bense konnten es sich die Besucher so richtig gemütlich machen. - Fotos: Dejo

Uhlhorn - Von Joachim Decker. „Der in der Mitte bin ich“, scherzt Heinrich Frömke, als er sich zwischen zwei seiner sonderbaren, aber durchaus ansprechenden Gestalten aus altem Werkzeug stellt. Er ist einer von 15 Ausstellern, die zwei Tage lang den Garten der Landschaftsgärtnerei Krebs in Uhlhorn in einen „Sommertraum“ verwandelt haben, was zugleich auch der Name des zweiten Hobby-Kunsthandwerkermarktes ist, den Ulrike Schütte, Harald Geiger und Tanja Teuber auf die Beine gestellt haben.

Schon der erste Rundgang macht deutlich, dass es keinen Ramsch oder Ein-Euro-Produkte gibt. Alles ist handmade in Germany. Ob Unikate, die von Geiger aus glühendem Eisen geschmiedet werden, oder Skulpturen aus Holz von Frank Lüdemann. Oder eben Frömkes Stahlplastiken, die er „Caput“ (aus dem Lateinischen der Kopf) nennt. Bei seinen Köpfen wird sehr schnell deutlich, dass er ein Auge dafür hat, was in seiner Werkstatt Verwendung finden kann – ob alte kleine Werkzeuge, Töpfe, Sägeblätter oder anderes – er versteht es, diese Sachen zu einer Plastik zusammenzufügen.

„Uns ist es überaus wichtig, dass wir den Besuchern hochwertige und anspruchsvolle Exponate bieten“, sind sich Schütte und Geiger einig. Das interessierte Publikum wisse das zu schätzen. „Während wir eine Stammgruppe haben, kommen stets neue Aussteller dazu. Allerdings haben wir die Messlatte sehr hoch gelegt. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass alles handgefertigt ist und einem Hobby entstammt. Hauptberufliche Handwerker lassen wir nicht zu.“

„Auch für mich ist das Schmieden nur ein Hobby. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, was Hitze mit Eisen macht. Für einen Moment kann ich mit diesem ansonsten harten Werkstoff dann machen, was ich möchte“, betont Geiger, der sogleich wieder an seinen Amboss geht, um das nächste Werkstück zu formen.

Es würde sicherlich den Rahmen sprengen, alle Arbeiten vorzustellen, denn zu groß ist das Angebot. Immer wieder verweilen die Besucher an den verschiedenen Ständen, sind begeistert von den handgefertigten Cajones von Sven Bartelt, der Jung und Alt einlädt, mitzumachen. Überaus ansprechend sind außerdem die vielen Töpfer-Arbeiten von Schütte, die den Besuchern sogar Sitzmöbel nach Hundertwasser-Art anbietet.

Mit dem Feuer spielt Maren Kiss, die Glasperlen dreht, indem sie flüssiges Glas um einen mit Trennmittel versehenen Metallstab dreht, bis die Kugel die richtige Größe hat. „Das sind alles Unikate, keine Kugel ist wie die andere“, sagt die Hobby-Künstlerin.

Am Stand von Christine Bense können es sich die Besucher gemütlich machen und sich hinlegen. Und zwar auf den von ihr gefertigten Holzklappstühlen. „Die sind echt bequem“, sagt Ilse Loers, die ohnehin voll des Lobes ist: „Hier wurde etwas Tolles auf die Beine gestellt. Was ausgestellt und produziert wird, ist qualitativ ziemlich weit oben anzusiedeln.“

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