Nichts als Missverständnisse

Speelkoppel Dötlingen feiert mit „Keen Appel för Eva“ Premiere im Landhotel Dötlingen

Präsentieren „Keen Appel för Eva“: Ingrid Blohm, Ingo Melle, Imke Evers, Edith Bruns und Jürgen Ströde (v.l.).
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Präsentieren „Keen Appel för Eva“: Ingrid Blohm, Ingo Melle, Imke Evers, Edith Bruns und Jürgen Ströde (v.l.).

Dötlingen – Die Speelkoppel Dötlingen hat am Samstagnachmittag im Landhotel Dötlingen eine gelungene Premiere ihres neuen Theaterstücks „Keen Appel för Eva“ gefeiert. Die Aufführung wurde am Abend wiederholt. „Da hier nicht ganz so viele Zuschauer sind, wie wir gehofft haben, habe ich eine Spezialaufgabe für euch. Ihr müsst einfach mehr Rabatz machen“, forderte Torsten Fischer, Dötlingens Ortsbrandmeister, das Publikum auf.

Zu den Vorstellungen am Nachmittag und am Abend waren jeweils etwa 50 Gäste ins Landhotel gekommen. Naturgemäß waren am Nachmittag mehr Besucher aus den älteren Semestern vertreten.

Der Inhalt des Dreiakters ist schnell erzählt: Das wohlhabende Ehepaar Karola und Dietmar van Wittgensteen (gespielt von Ingrid Blohm und Jürgen Ströde) führt eine offene Ehe. Beide haben ihre Liebschaft. Doch es gibt eine Vereinbarung zwischen den Eheleuten. Kein Treffen im gemeinsamen Haus. Dieser Vorsatz geht bereits im zweiten Akt gründlich schief. Sowohl Karola von Wittgensteen taucht mit ihrem Liebhaber Marvin Böckmann (Ingo Melle) als auch ihr Gatte mit seiner Geliebten Janina Jansen (Edith Bruns) im heimischen Wohnzimmer auf. Mit der Begegnung der Paare nimmt die Komödie richtig Fahrt auf. Die renitente Haushälterin Marlies Kruse (Imke Evers) gerät dabei zwischen die Fronten.

Haushälterin Marlies Kruse ist der Publikumsliebling

Gespickt mit Missverständnissen entwickelte sich ein turbulentes Bühnenstück, das dank des Plattdeutschen die Anzüglichkeiten, die in den Dialogen zunehmend für Lacher sorgten, nicht ganz so schlüpfrig wirken lassen. „Tomindst vibreert noch wat in sien Büx“, (Karola von Wittgensteen als Reaktion auf das Handy-Klingeln in der Hosentasche ihres Mannes) war noch einer der harmloseren Sprüche.

Blohm verkörperte die resolute Hausherrin authentisch, während Ströde mit der zuweilen tollpatschigen Art des Herrn von Wittgensteen beim Publikum ankam. Den dösigen Langzeitstudenten spielte Melle äußerst glaubwürdig. Bruns punktete in dem Stück in der Rolle der Janina Jansen nicht nur optisch.

Speelkoppel Dötlingen tritt noch zwölf Mal auf

Als Publikumsliebling entpuppte sich aber Haushälterin Marlies Kruse alias Imke Evers mit ihrer schnoddrigen, renitenten Art. Die Akteure erhielten immer wieder Szenenapplaus und wirkten nach nervösem Beginn mit Fortgang der Handlung sicherer. Für eine Premierenvorstellung bekam die Topustersche (Souffleuse) Vera Wittenberg wenig zu tun. Regisseurin Gunda Evers hat das Ensemble in der Komödie von Andreas Wening (plattdeutsche Fassung von Heino Buerhoop) gekonnt in Szene gesetzt.

In den kommenden Monaten wird die Dötlinger Speelkoppel „Keen Appel för Eva“ noch zwölf Mal aufführen. Im November in Ganderkesee (19. November) und in Vielstedt (28. November). Die Neerstedter Bühne bietet vier Vorstellungen im Januar an (7. und 9. Januar sowie 14. und 16. Januar). Im Gasthof Dahms tritt die Gruppe am 22. Januar um 15 sowie um 20 Uhr auf. In Dötlingen wieder am 30. Januar und am 6. Februar. Zum Abschluss gastiert das Ensemble zweimal in Dingstede (19. und 20. Februar).

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