„So viele wie möglich mitnehmen“

Dötlinger FDP-Fraktion besucht Kläner-Hof / Umwandlung in Wohnquartier Thema

Die FDP zu Besuch auf dem Kläner-Hof: (v.l.) Claus Plate, Constanze Falk, Dr. Folkhard Steenken, Dierk Garms, Arnd Kläner und seine Frau Sonja Scheele (vorne), Helge Vosteen, Manfred Scheele, Sabine Schütte, Wieland Garms, Bürgermeisterkandidat Andreas Krems (vorne), Ernst-August Bode und Bundestagsabgeordneter Christian Dürr.
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Die FDP zu Besuch auf dem Kläner-Hof: (v.l.) Claus Plate, Constanze Falk, Dr. Folkhard Steenken, Dierk Garms, Arnd Kläner und seine Frau Sonja Scheele (vorne), Helge Vosteen, Manfred Scheele, Sabine Schütte, Wieland Garms, Bürgermeisterkandidat Andreas Krems (vorne), Ernst-August Bode und Bundestagsabgeordneter Christian Dürr.

Dötlingen – Um sich über die Planungen von Arnd Kläner und seiner Frau Sonja Scheele auszutauschen, hat die Dötlinger FDP-Gemeinderatsfraktion, der Bundestagsabgeordnete Christian Dürr und der Bürgermeisterkandidat Andreas Krems dem Ehepaar am Dienstagvormittag einen Besuch abgestattet. Wie berichtet, beabsichtigt die Familie, ihre bisherigen Tätigkeiten komplett einzustellen, die bestehenden Gebäude abzureißen und auf dem Kläner-Hof Wohnhäuser im „ortstypischen Stil“ errichten zu lassen.

„Es ist schon schade, wenn überlegt wird, so ein Café zu schließen. Wir sehen das mit einem weinenden Auge“, sagte Claus Plate. Kläner erklärte den Liberalen seine Beweggründe für diese Entscheidung. Wegen eines Bandscheibenvorfalls vor zweieinhalb Jahren beschloss er, kürzerzutreten. „Wir hatten eh das Ziel, mit 60 Jahren aufzuhören. Wir ziehen es jetzt um fünf Jahre vor.“ Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, „da steckt unser Herzblut drin“. Aber er hätte abwägen müssen: Kundeninteresse oder Gesundheit, wie der Gastronom berichtete. „Wir haben viel darüber nachgedacht und gesprochen. Wir wollen uns viele Leute mit ins Boot holen: die Fraktionen, die Gemeinde, die Bürger, den Bürgermeister.“ Erst dann will sich das Ehepaar einen Investor suchen. Einige hätten bereits Interesse gezeigt.

Weniger versiegelte Fläche

Da der Eigentümer konkrete Vorstellungen bezüglich der Nutzung und Gestaltung der Fläche hat, wurde die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gewählt. Die Umsetzung des Vorhabens und die erforderliche Erschließung wollen Kläner und Scheele einem Investor überlassen (wir berichteten).

„Wir finden den Hof wunderschön, aber er ist nicht erhaltenswert. Das Eternit ist asbestbelastet. Daher haben wir gesagt, dass hier ein klarer Schritt gemacht werden muss“, begründete Kläner. Auf dem rund 8 000 Quadratmeter großen Areal könnten sieben bis acht Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. „Es soll nicht überdimensioniert sein“, betonte der Gastronom. „Ältere Menschen möchten gerne in der Gemeinde bleiben. Dötlingen ist begehrt.“ Und genau diesen Menschen möchten die Eheleute eine Möglichkeit zum Wohnen bieten. „Ich denke, dass wir was Tolles für die Gemeinde Dötlingen schaffen.“ Weiter sagte Kläner: „Wir schaffen was, ohne viel zu versiegeln.“

Plate führte aus: „Von der jetzt zu 100 Prozent versiegelten Fläche werden danach nur 80 Prozent versiegelt sein.“ Es solle ein Hofcharakter entstehen, so der Eigentümer. In der Summe wären bis zu 25 Wohneinheiten möglich, in denen 50 Bewohner Platz fänden könnten. „Das ist schon ein gewisser Zuwachs für die Gemeinde“, sagte Helge Vosteen. Das Konzept findet er gut, „da steckt viel Arbeit drin. Aber wie gehen wir damit um, wenn weitere Resthöfe genau dasselbe wollen und der Familie Kläner bewilligen wir das?“

„Wie entwickelt sich Dötlingen?“

Dürr sagte, dass es im Oldenburger Land einen „krassen Bedarf“ an Wohnraum gebe – sowohl von jüngeren Familien, die sich ein Eigenheim kaufen wollen als auch von Älteren, die sich verkleinern wollen. Plate kam in dem Zuge auf das Thema Dorfentwicklung zu sprechen. „Das ist sehr wichtig für uns. Wie entwickelt sich Dötlingen und was passt ins Dorf?“

Verschiedene Vorstellungen gab es bei der Ausgestaltung – von den Steinen über die Dachpfannen bis hin zu den geplanten Sprossenfenstern. „Wir sind in einer Entwicklungsphase. Wir wollen so viele wie möglich mitnehmen, aber wir können nicht jedem gerecht werden“, sagte Kläner.

Wieland Garms sieht den Planungen positiv entgegen, Ernst-August Bode ebenfalls: „Ich stimme dem Objekt zu – mit Einschränkungen. Ansonsten wird es ein super Objekt, davon bin ich überzeugt“, sagte er. Kläner findet: „Hier passt Wohnbebauung hin. Schöner kann man nicht wohnen, was einen Neubau angeht.“  

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