„Noch ist die Stimmung gut“

So verbringen Dötlinger die Zeit zwischen den Jahren

Freizeit zwischen den Jahren: Die Dötlinger haben einige Ideen, wie sie sie verbringen können.
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Freizeit zwischen den Jahren: Die Dötlinger haben einige Ideen, wie sie sie verbringen können.

Neerstedt – Die stillen Tage zwischen den Jahren sind in diesem Jahr noch ruhiger als sonst. Weiterhin sind viele Geschäfte geschlossen, auch große Silvesterparties sind untersagt. Wie also vertreiben sich die Menschen die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr? Eine Umfrage auf dem Parkplatz des Neerstedter Supermarkts.

„Wir machen viel Sport, Nordic Walking, Joggen“, berichtet Endro Bode aus Brettorf. Er hat Urlaub und verbringt die Zeit zu Hause mit seiner Familie. Die hat sich neben viel Bewegung noch ein weiteres großes Ziel gesteckt: „Wir haben ein 1.000-Teile-Puzzle in Arbeit“, erzählt der Brettorfer. Es sei gar nicht so einfach, die vielen Blau- und Grüntöne zu unterscheiden – eine Aufgabe, bei der es jeden Tag nur ein Stückchen weitergeht. Für die Familie scheint diese Art von Ablenkung das Richtige zu sein: „Noch ist die Stimmung gut“, befindet Bode.

Eine Aufgabe mit klarem Ziel hat auch Bernd Stöver aus Neerstedt. Er will bald die 10 000-Kilometer-Marke mit seinem Fahrrad reißen. Sechs Wochen habe er Zeit für die noch fehlenden 1 000 Kilometer, erklärt der Neerstedter. Ihm geht es weniger um das Tempo – „im Schnitt 24 Stundenkilometer“ – als um die Bewegung. Abseits vom Sattel wird Stöver an seinen freien Tagen zwischen den Jahren ebenfalls nicht langweilig: „Ich lese viel, und zu Hause ist immer viel zu tun“, zum Beispiel in dem kleinen Waldstück nebenan.

Manche müssen arbeiten

Viel Arbeit und keinen Urlaub gibt es für Sabine Knoblich. Sie lebt auf einem Hof in Neerstedt, muss Tiere versorgen und hat deshalb auch im Moment jeden Tag zu tun. In der Regel stehe sie um sechs oder halb sieben auf, an den Feiertagen könne sie immerhin etwas länger schlafen, berichtet sie. Eine Einschränkung durch die Corona-Regeln verspüre sie derzeit nicht. Ihre Tochter Vanessa schon eher: Sie kann ihre Freunde nicht treffen und langweilt sich an den freien Tagen durchaus. Zur Ablenkung schaut sie Filme oder verbringt Zeit mit dem Pferd, an dem sie eine Reitbeteiligung hält.

Einkaufen, Spazierengehen – Ute Schäfer hat in diesen Tagen nicht viele Pläne. Sie hat frei und fühlt sich vom Shutdown nicht allzu stark betroffen. „Wir sind eigentlich immer viel zu Hause“, sagt die Neerstedterin. Auch für Silvester plant sie keine Feier, freut sich aber, dass ihr Mann nicht zur Arbeit muss.

Nur einen Tag frei hat hingegen Sandra Meier. Sie arbeitet im Lebensmitteleinzelhandel und ist sich deshalb sicher, dass sie sowohl am 31. Dezember als auch am 2. Januar gut beschäftigt sein wird. Aber die Neerstedterin sieht das nach diesem Jahr, in dem viele in Kurzarbeit gehen mussten oder ihren Job verloren haben, positiv: „Zum Glück habe ich Arbeit.“

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