„Sie waren schwer begeistert“

Jugendhäuser in der Gemeinde Dötlingen sind seit vergangener Woche wieder geöffnet

Schüler Paul Demuth macht seit Anfang Februar ein Praktikum im Neerstedter Jugendhaus. Er unterstützt zurzeit Jugenddiakon Jochen Wecker.
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Schüler Paul Demuth macht seit Anfang Februar ein Praktikum im Neerstedter Jugendhaus. Er unterstützt zurzeit Jugenddiakon Jochen Wecker.

Dötlingen – Endlich wieder ein paar Freunde treffen, quatschen und sich über alles Mögliche austauschen. Das ist wieder möglich, denn seit vergangener Woche sind die Türen der Jugendhäuser in der Gemeinde Dötlingen nach monatelanger Schließung wieder geöffnet. Wie liefen die ersten Tage und halten sich die Jungen und Mädchen an die Corona-Regeln?

„Sie waren schwer begeistert, endlich wieder ihre Freunde zu sehen“, sagt Jugenddiakon Jochen Wecker. Er habe sich ebenso gefreut, die Kinder und Jugendlichen wieder zu treffen: „Ich habe aber auch viele zwischendurch gesehen. Es ist nicht so, dass ich keinen Kontakt hatte. Wir hatten den Austausch in anderer Form, zwar nicht zu allen, aber zu vielen.“

Grundschüler in Neerstedt lassen noch auf sich warten

Und wie war die Stimmung bei den Kindern? Ganz unterschiedlich, schildert Wecker. „Die einen waren, wie sie eben so sind: Sie wollten sofort alles machen und kamen dadurch auch in Hektik, andere haben still genossen, dass es wieder lief.“ Der Gesprächsbedarf sei groß gewesen. „Die Älteren wollten vor allem reden, die wollten kein Programm“, sagt er. Seit Anfang Februar unterstützt ihn der 18-jährige Paul Demuth, der ein Praktikum in der Einrichtung absolviert. Wecker und er stecken aktuell in den Planungen für die Themenwochen, die in den Sommerferien veranstaltet werden.

Die Grundschüler in Neerstedt hätten die Termine im Jugendhaus bislang kaum angenommen, das laufe noch etwas „mau“, wie Wecker sagt. Er begründet es damit, dass es sich noch nicht überall rumgesprochen habe, dass die Einrichtungen wieder geöffnet sind und dass die Grundschüler noch nicht so vernetzt seien. Zum „offenen Treff“, der am Donnerstag im Haus der Generationen mit Sylvia Hollmann war, sei kein einziges Kind gekommen, berichtet Wecker.

Am Mittwoch stand „Kochen mit Jochen“ in Neerstedt auf dem Programm. „Da waren Ältere und eine Grundschülerin aus Dötlingen da“, so Wecker. „Im Moment ist es aber nicht ,Kochen mit Jochen‘, sondern ,Jochen kocht‘, weil wir die Kinder nicht an die Lebensmittel lassen können.“ Vergangene Woche hatte der Jugenddiakon Crêpes zubereitet.

Es darf wieder gekickert werden: Jugenddiakon Jochen Wecker und Praktikant Paul Demuth spielen eine Runde im Haus der Generationen.

Der Jungstag, der Donnerstag im Dötlinger Jugendhaus war, sei toll gewesen. „Da sind wir eine feste Gruppe, daher nehmen wir nicht weitere Kinder auf.“ Wecker berichtet von den Aktivitäten: „Wir waren coronakonform auf Schatzsuche. Das hat Spaß gemacht. Wir haben einen Keksdieb gejagt und beim nächsten Mal wollten wir es so machen, dass der Keksdieb uns jagt“, sagt er und lacht.

Die Mädchenzone war gut besucht

Freitagnachmittag durften sich die Jungen und Mädchen wieder zum Bolzen in Aschenstedt treffen. „Der Bolzplatz war gut angenommen worden, da waren sechs oder sieben. Dafür, dass es geregnet hat, war es schon ganz ordentlich“, freut er sich. Ebenfalls am Freitag traf sich die Jugendgruppe „Joschy und die Engel“ im Jugendhaus Dötlingen. „Da waren erst mal fünf da, aber das muss sich auch erst mal rumsprechen.“

Freut sich, die Kinder und Jugendlichen wiederzusehen: Jessica Zarifoglu. Dienstags ist sie im Jugendhaus in Dötlingen.

„Mehr als ausgebucht“, war vergangene Woche hingegen die Mädchenzone für Grundschülerinnen in Dötlingen, die Dienstag von 15.30 bis 18 Uhr im Jugendhaus Dötlingen über die Bühne ging. Die Ehrenamtliche Jessica Zarifoglu freut sich: „Es war super schön und ein Gefühl von Normalität. Es hat total gutgetan, dass wir uns wiedersehen konnten. Die Mädchen waren total glücklich, dass sie auf den Spielplatz gehen konnten.“ Zehn Kinder seien vor Ort gewesen – mehr sind aktuell nicht möglich.

In der Zeit, als die Jugendhäuser geschlossen waren, habe die Ehrenamtliche weder die Kinder noch die Jugendlichen gesehen. „Wir pflegen telefonischen Kontakt oder die Eltern schreiben uns. Das große Wiedersehen war erst am Dienstag. Es war eine große Freude, sie nach fünf Monaten wiederzusehen.“

„Total schön, sie zu treffen“

Am Freitag war Zarifoglu von 16 bis 20 Uhr im Neerstedter Haus der Generationen. „Das war auch toll. Da waren nur ein paar Jugendliche da. Das war auch total schön, sie zu treffen – wie sie sich auch in diesen Monaten verändert haben und was für einen Schub sie gemacht haben,“ erzählt sie und lacht. Zu dem Termin am Freitag dürfen Mädchen und Jungen kommen, die nicht die Neerstedter Grundschule besuchen.

Und wie funktioniert es mit der Einhaltung der Corona-Regeln? „Das klappt wunderbar – von den Jüngsten bis zu den Ältesten. Die sind da ganz vorbildlich“, berichtet Zarifoglu. Das kann Wecker nur bestätigen: „Die Kinder sind da Profis. Die meisten kommen auch getestet zu uns. Wir haben fast nur Schüler hier und die sind vorher getestet.

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