„Sie haben alles rund ums Sterben gelernt“

Melanie Runtschke aus Dötlingen klärt über Hospizarbeit auf und sammelt Spenden

Hospizleiterin Gisela Albers (v.l.), IWK-Leiterin Melanie Pohlig-Thomsen, die Klassensprecherinnen Melanie Runtschke und Nina Blumberg sowie Fachbereichsleiter „Pflege“ Kai Wischhusen vor der IWK.
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Sammeln Spenden und klären gemeinsam auf: Hospizleiterin Gisela Albers (v.l.), IWK-Leiterin Melanie Pohlig-Thomsen, die Klassensprecherinnen Melanie Runtschke und Nina Blumberg sowie Fachbereichsleiter „Pflege“ Kai Wischhusen.

Wie ist es, wenn man eine sterbende Person pflegt? Und wie läuft die Arbeit in einem Hospiz ab? Über diese und weitere Fragen wollen Schüler der Altenpflege-Klasse „AP7“ des Instituts für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege (IWK) in Delmenhorst informieren. Nach einem Hospizbesuch ist die Idee entstanden, auch in weiteren IWK-Kursen Aufklärungsarbeit zu leisten. Am Montag erklärte Klassensprecherin und Initiatorin Melanie Runtschke aus Dötlingen das Vorhaben und wie die Schüler dabei versuchen, Spenden zu sammeln.

Dötlingen/Delmenhorst/Falkenburg – „Insgesamt wissen die Menschen nicht viel über die Arbeit, die in Hospizen erledigt wird“, erläuterte Runtschke, die im kommenden September zusammen mit ihren 22 Klassenkameraden den Altenpflegekurs abschließt. Für viele Menschen sei das Thema rund um den Tod tabu. Gerade deshalb sei eine Aufklärungsarbeit, wie die im Kurs vonstattengegangene, wichtig. Denn: „Im Zuge des Unterrichts konnten wir das Laurentius Hospiz in Falkenburg besuchen.“

Wir erzählten ihnen, wie es so ist, wenn man Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet.

Gisela Albers, Leiterin des Laurentius Hospizes in Falkenburg

Die Mitarbeiter hätten den Schülern dort pflegerische Besonderheiten erklärt und von ihrer Arbeit berichtet. Aber auch persönliche Einblicke konnte die Klasse dort erhalten. „Wir erzählten ihnen, wie es so ist, wenn man Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet“, so Gisela Albers, Leiterin des Hospizes. Jeden Tag werde man mit dem Tod konfrontiert und man müsse damit persönlich umgehen können. „Es ist etwas anderes, wenn man jemanden betreut, von dem man weiß, dass er unser Haus nicht mehr verlässt“.

Einen ganzen Tag hätten die Schüler in der Einrichtung verbracht. „Sie haben quasi alles rund ums Sterben gelernt“, erläuterte die Hospizleiterin weiter. Sie ist begeistert, dass sich „so junge Menschen für unser Tun einsetzen“. Die Schüler werden ihr Wissen nun in den kommenden Monaten in verschiedenen Kursen des IWK weitergeben. „So wollen wir Aufklärung betreiben“, sagte Runtschke.

Neue Spendendosen im Institut

Neben der Informationsvermittlung werden die Schüler Spenden sammeln. „Eine der letzten Fragen, die wir in dem Hospiz gestellt haben, war, was wir denn für die Einrichtung tun können“, so Runtschke weiter. Schnell sei die Antwort „spenden“ gekommen, da bei den Patienten zwar ein Teilbetrag von den Krankenkassen übernommen werde, sich die Hospizarbeit aber auch über andere Zuwendungen finanziere. „Wir sind ja kein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen“, meinte Albers. Spendengelder seien immer dringend notwendig, um die Arbeit auch qualitativ weiter leisten zu können.

„Da sind wir dann hellhörig geworden“, so Runtschke. Aus diesem Grund sind ab sofort im IWK Spendendosen zu finden. „Wir freuen uns natürlich auf eine rege Beteiligung der Schüler“, so Kai Wischhusen, Fachbereichsleiter „Pflege“, der die Klasse betreut. Die Schüler hätten selbst auch schon Geld gesammelt.

Informationen

Weitere Informationen rund um das Hospiz sowie Möglichkeiten zu spenden sind im Internet unter www.hospizfalkenburg.de/spenden/ zu finden.

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