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Sehr kleine Häuschen in der kleinen Galerie

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Von: Lara Terrasi

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Stellen gemeinsam in der Müller-vom-Siel-Kate in Dötlingen aus: Jutta Birkigt und „De Moler“ Friedrich Lüers.
Stellen gemeinsam in der Müller-vom-Siel-Kate in Dötlingen aus: Jutta Birkigt und „De Moler“ Friedrich Lüers. © Terrasi

Dötlingen – Auf ein Neues: Eigentlich wollten die Künstler Jutta Birkigt aus Oldenburg und Friedrich Lüers aus Geveshausen bereits im November 2020 gemeinsam ihre Arbeiten und Bilder unter dem Titel „Farbenpracht und Miniaturen“ in der Müller-vom-siel-Kate in Dötlingen ausstellen. Doch Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nun, anderthalb Jahre später, möchten sie ihre Werke endlich in der kleinen Galerie am Rittrumer Kirchweg präsentieren.

Um genau zu sein: Lüers, auch bekannt als „De Moler“, präsentiert um die acht Bilder, Birkigt etwa zehn ihrer „Very Tiny Houses“. Dabei handelt es sich um kleine Arbeiten, die aus Naturmaterialien bestehen. Die Künstlerin verwendet dafür unter anderem Holz, Holunder, Tannenzapfen, Pistazienschalen und Birkenrinde, aber auch Metall.

Ausstellung ist an vier Wochenenden zu sehen

Die beiden Künstler stellen das erste Mal zusammen aus, sagt die Oldenburgerin, die in Geveshausen, ganz in der Nähe von Lüers, ein Wochenendhaus hat. Seit 2008 kenne sie ihn, sagt Birkigt. „Da wir beide Kunst machen, hatte er vorgeschlagen, seine Bilder mit meinen Miniaturen auszustellen.“ Ab Samstag, 5. März, bis Sonntag, 27. März, sind die Arbeiten der beiden Künstler zu sehen.

Das Holz für ihre „Very Tiny Houses“ sammele sie in der Natur, so Birkigt, die die Materialien mit Klebstoff sowie Draht fixiert. Entstanden seien die Miniaturen in der Corona-Zeit. „Im Frühjahr 2020 war auch so schönes Wetter und ich habe viele Spaziergänge gemacht“, erzählt sie.

Besteht aus Naturmaterialien: das „Very Tiny House“ der Künstlerin Jutta Birkigt.
Besteht aus Naturmaterialien: das „Very Tiny House“ der Künstlerin Jutta Birkigt. © Terrasi

Um die 30 bis 35 Objekte seien in der Corona-Zeit entstanden, schätzt sie. Kreativ sei sie schon immer gewesen, so Birkigt, die gelernte Biologin und Logopädin ist. Wie lange sie für solch ein „Very Tiny House“ braucht, könne sie nicht sagen. „Das ist unterschiedlich. Das entwickelt sich so langsam, was für ein Thema es werden soll.“ Es komme auch vor, dass sie eine Arbeit beiseitelegt, „dann kommt eine Idee und ich fange wieder an“, sagt die Künstlerin, die unter anderem einen kleinen Biergarten, eine Bergkapelle, einen Spielplatz mit Rutsche und Schaukel sowie ein „Biberhaus“ geschaffen hat. Die Materialien für diese Arbeit habe sie am Rittrumer Mühlbach gesammelt. Aus den Spänen, die die Nager hinterlassen haben, ist das Dach entstanden, sagt die Oldenburgerin. Ihre Objekte stellt sie in einer Vitrine vor ihrem Haus aus.

Künstlerin stellt ihre Objekte in einer Vitrine aus

Er werde großformatige Acrylarbeiten präsentieren, so „De Moler“ aus Geveshausen – dabei werden sowohl alte Arbeiten als auch neuere zu sehen sein. Sie zeigen unter anderem Häuser, Landschaften und das Meer. Seit etwa 50 Jahren malt der gebürtige Bremer. Neben seiner Malerei hat er auch schon Bücher veröffentlicht, die unter anderem Haikus beinhalten. Dabei handelt es sich um japanische Gedichte, die nur drei Zeilen lang sind, erklärt „De Moler“.

Wie er seinen Künstlernamen bekommen hat? Dahinter steckt eine nette Geschichte: Personen, die ihn besuchen wollten, wussten anfangs nicht genau, wo er wohnt. Erst wenn sie sagten, dass Lüers malt, kam die Antwort „Ach, de Moler“, erzählt er. Seine Galerie am Oher Kirchweg 26 in Geveshausen könnten Kunstinteressierte jederzeit besuchen, sagt Lüers.  

Ausstellung besuchen

Die Kate ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.very-tiny-houses.de und www.demolerdoetlingen.de.

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