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Schweres Gerät im Lachmöwenschlatt

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Von: Dierk Rohdenburg

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Lachmöwenschlatt Brettorf: Hier müssen einige Gehölze entfernt werden.
Lachmöwenschlatt Brettorf: Hier müssen einige Gehölze entfernt werden. © Franitza

Brettorf – Schweres Gerät ist ab Freitag in Brettorf beim sogenannten Lachmöwenschlatt im Einsatz. Das berichtete die Kreisverwaltung am Donnerstagabend. Es geht bei der Maßnahme um Naturschutz, wird ausdrücklich betont.

Das Lachmöwenschlatt ist als Wahrzeichen der Ortschaft gut bekannt. Ursprünglich war es ein offenes Gewässer mit einer Mittelinsel, auf der die Lachmöwen brüteten. In den vergangenen Jahren ist es vermehrt zum Aufwuchs von Gehölzen gekommen. Sie sollen jetzt entfernt werden.

„Diese Maßnahme kommt auch den seltenen Amphibien-Arten Moorfrosch und Kammmolch zugute, die an dem Schlatt nachgewiesen wurden“, heißt es von der Kreisverwaltung. In der Zeit bis zum 3. Februar würden im südlichen Bereich durch die Firma Haschke Weiden und Birken entfernt. Die Maßnahme werde von Mitarbeitern des Landkreises zum Schutz der Amphibien vor Ort begleitet.

Die Maßnahme soll sich positiv auf das Schlatt auswirken

Bei der Gehölzentfernung ist der Einsatz von schwerem Gerät (Kettenfahrzeug) notwendig. Nach Abschluss der Arbeiten könnte daher der Eindruck von einem zerstörten Biotop entstehen. Die Maßnahme wirke sich generell aber positiv auf das Schlatt aus, erklärte die Kreisverwaltung.

Ergänzend dazu wird die AG Brettorfer Vereine die Pflege der Mittelinsel übernehmen. Auch hier haben sich laut Kreisverwaltung Gehölze ausgebreitet. Vermutlich aus diesem Grund hatten sich in den vergangenen Jahren keine Lachmöwen mehr zum Brüten angesiedelt.

Vor 44 Jahren vom Landkreis Oldenburg gekauft

Das Schlatt befindet sich nördlich von Brettorf. Es gehört seit 1978 dem Landkreis Oldenburg. Der hatte die 3,6 Hektar große Fläche (einschließlich des Grünlands) für 59 592,40 DM gekauft. Damals handelte es sich um ein Naturschutzgebiet, das im Jahr 2002 schließlich zum Naturdenkmal umgewandelt wurde.

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