150 Jäger bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Dötlingen

Schweinepest, Hasen und Insekten

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Ehrungen während der Hauptversammlung des Hegerings: Karl-Wilhelm Jacobi, Bernd Ellinghusen (25 Jahre), Wolfgang Meschter (40 Jahre), Carsten Stolle (25 Jahre), Rolf Wachtendorf (40 Jahre) und Gunnar Boyens (von links). 

Dötlingen – 150 Mitglieder haben am Freitag an der Hauptversammlung des Hegeringes Dötlingen im „Dötlinger Hof“ teilgenommen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Informationen zu Umwelt- und Naturschutz sowie der Afrikanischen Schweinepest. Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit (25, 40 und 50 Jahre) rundeten das Programm ab.

Hegeringleiter Gunnar Boyens zeigte in seinem Jahresbericht auf, dass die Artenvielfalt und damit die Förderung von Blühflächen und Maßnahmen für den Insektenschutz wichtig ist. Die Zuschüsse durch den Landkreis seien von 10 000 auf 20 000 Euro für 2019 erhöht worden (wir berichteten). Danach bekommt jeder Hegering Gelder für die jeweilig betreuten Flächen. Die Dötlinger haben bereits seit Jahren in Zusammenarbeit mit den Landwirten in der Gemeinde Aktionen auf circa zehn bis 15 Hektar umgesetzt, so Boyens. Darüber hinaus haben die Jägergemeinschaft und insbesondere das Revier Klattenhof im vergangenen Jahr den „VGH Natur- und Umweltpreis“ erhalten. Dadurch stehen dem Revier weitere 7 500 Euro für das Wohl der Insekten zur Verfügung. „Die Projektergebnisse werden im Herbst vorgestellt“, sagte der Obmann für Naturschutz Torsten Flügger.

Boyens wies in seinem Bericht auch auf die Verbreitung und Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hin. Er machte deutlich, was ein ASP-Fund bedeutete: Demnach umfasst das gesperrte Kerngebiet einen Umkreis von vier Kilometern, das Beobachtungsgebiet 15 Kilometer und die Pufferzone von 30 Kilometer. „Damit wird eine wirtschaftlich heikle Situation entstehen“, mahnte der Hegeringleiter.

Die Nutrias spielen auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Um die Population einzugrenzen, können drei Berufsjäger angefordert werden, die bei der Landwirtschaftskammer angesiedelt sind. Heinrich Handelsmann bildet in seiner Natur- und Jagdschule bereits seit einigen Jahrzehnten Jungjäger aus. Während der Versammlung hielt er einen Vortrag über die Fallenjagd mit Hinblick auf den auf Hasenbestand. „Der Besatz geht stark zurück. Das Tier steht auf der Roten Liste. Bei weniger als zehn bis zwölf Hasen pro Quadratkilometer ist eine nachhaltige Jagd nicht mehr möglich“, stellte Handelsmann klar. Er ging ebenfalls kurz auf die Afrikanische Schweinepest ein: „Sie hat schon angeklopft“ beschrieb er die Dringlichkeit des Themas. Der Seuchenverlauf könne sich noch bis zu drei Jahre hinziehen, führte er weiter aus.

„Bei unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung am 26. April werden wir voraussichtlich 60 Jungjäger begrüßen können“, gab weiterhin der Vorsitzende der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst, Karl-Wilhelm Jacobi, bekannt: Die Nachfrage nach dem grünen Abitur sei weiterhin hoch. „Auf dem Schießstand kommen wir an die Grenzen der Kapazitäten“, beschrieb er die zukünftigen Herausforderungen in der Ausbildung.

In einem Ausblick hat Gunnar Boyens darauf hingewiesen, dass der Hegering in diesem Jahr am 6. Juli wieder eine Ferienpassaktion anbieten wird. Das Vergleichsschießen wird am Donnerstag und Freitag, 2. und 3. Mai, auf dem Schießstand Altona ausgetragen. Darüber hinaus sei gegenwärtig noch die Position des Obmanns für das Jagdhundwesen vakant. Interessierte können sich beim Vorstand melden.

Vom 1. April bis zum 15. Juli herrscht wieder die Leinenpflicht für Hunde: In der Brut- und Setzzeit soll sichergestellt werden, dass die Bodenbrüter wie Fasan, Ente, Rebhuhn, Kiebitz oder die Feldlerche bei ihrer Brut nicht gestört werden. Dafür werden die bisherigen Hinweisschilder auf dem Gebiet des Hegerings zukünftig angepasst.  tbü

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