Schufterei mit Spaßfaktor

Ehrenamtliche sammeln Tannenbäume in Neerstedt ein

Viele Helfer sind nötig, um die Bäume in der Gemeinde einzusammeln und zu schreddern. - Fotos: Meyer

Neerstedt - Mit Thermoskannen und Plastikbechern in den Händen kommen Sina, Lilly und Emily auf den Hof Wiechers in Neerstedt. Sie gehören zur „Küchen-Crew“ bei der diesjährigen Tannenbaumsammelaktion in der Gemeinde Dötlingen. Schließlich muss auch jemand für die Verpflegung der fleißigen Helfer der Landjugend Dötlingen und des Jugendhauses sorgen. Diese sammelten am Sonnabendvormittag in Brettorf, Neerstedt, Dötlingen und Aschenstedt ausgediente Weihnachtsbäume ein.

„Die Landjugend stellt die Traktorfahrer und die Geräte zum Schreddern der Bäume. Von Seiten des Jugendhauses sind etwa 35 Freiwillige dabei, die beim Einsammeln helfen“, erklärt der zweite Vorsitzende der Landjugend, Carl Leffers. Mehrere Male geht es mit den sechs Traktoren durch die Kommune, um die Tannen, die die Einwohner abgeschmückt an die Straßen gelegt haben, abzuholen. Julian, Tino, Lukas, Niklas und Jannik vom Jugendhaus haben schon die dritte Tour hinter sich und entladen auf dem Hof Wiechers die Anhänger. Ein Baum nach dem anderen muss runter und wird von den Helfern der Landjugend in den Schredder gedrückt. „Ganz schön anstrengend“, meint der 13-jährige Jannik. „Vielleicht habe ich morgen Muskelkater“, fügt er hinzu und erntet ein scherzhaftes „Weich-Ei“ von Lukas (14). Er und Tino sind schon zum zweiten Mal bei der Sammelaktion dabei. Sie wussten vorher, was sie erwartet. „Spaß macht es auf jeden Fall“, sind sich die fünf Jungen einig.

700 bis 800 Exemplare

Nach und nach kommen immer mehr Traktoren mit Anhänger auf dem Hof Wiechers an. Es riecht nach Baumharz. Der Schredder arbeitet ununterbrochen. Insgesamt sammeln die Helfer etwa 700 bis 800 Exemplare ein. Darunter ist auch der große Tannenbaum, der in der Mitte des Neerstedter Kreisverkehrs für weihnachtliche Stimmung sorgte. „Den haben wir von der Landjugend dort aufgestellt“, erklärt Leffers. Für dieses große Exemplar brauchen die Helfer allerdings maschinelle Unterstützung, um es zu verladen. „An einige der Bäume, die wir von den Privathaushalten gesammelt haben, haben die Menschen kleine Geschenke oder Geldspenden gehängt“, betont Leffers. „Darüber freuen wir uns ganz besonders. Das Geld teilen wir zwischen Landjugend und Jugendhaus auf. Es soll in die Jugendarbeit fließen.“

Sina, Emily und Lilly haben unterdessen den Vormittag in der Küche des Jugendhauses verbracht. Heißer Apfelsaft und Gyrossuppe dampfen in den mitgebrachten Thermoskannen. „Die Gyrossuppe haben wir zusammen mit einer Aufsichtsperson selbst gemacht“, erklärt die 14-jährige Sina stolz. „Und sie ist richtig lecker“, sagt Emily (15). Denn selbstverständlich mussten die drei Mädchen erst einmal probieren, bevor sie die Helfer verpflegen. Denen schmecken die Leckereien nicht nur gut – sie wärmen bei der ungemütlichen Witterung auch von innen. 

jm

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