Schützenbund ernennt Gustav Stasiak zum Ehren-Sportleiter

Traditionspflege als Gerüst

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Schützenbund-Präsident Jürgen Hasselberg (r.) und sein Stellvertreter Ralf Steenken (l.) verabschiedeten den langjährigen Sportleiter Gustav Stasiak.

Altona - „Tradition und Sport – das sind unsere zwei Standbeine“, betonte Stefan von Aschwege, Vize-Präsident des Oldenburger Schützenbundes, am Donnerstagabend im Hotel „Gut Altona“. Dort war er als Ehrengast zur Jahreshauptversammlung des Schützenbundes Wildeshausen eingeladen. Angesichts oft fehlenden Nachwuchses diskutierte er mit den Mitgliedern aus den Vereinen der Gemeinde Dötlingen, aus Wildeshausen und Harpstedt über die Probleme und Chancen vereinsübergreifender Mannschaften im Schießsport.

Auf der Agenda von Jürgen Hasselberg, Präsident des Wildeshauser Schützenbundes, standen die Planungen für die diesjährigen Veranstaltungen sowie die Verabschiedung von Gustav Stasiak (SV Dötlingen), der 37 Jahre lang als Sportleiter tätig war. Er erhielt von Hasselberg und seinem Stellvertreter Ralf Steenken eine Urkunde für sein Engagement. Zudem wählten ihn die Schützen einstimmig zum Ehren-Sportleiter. „Du hast versprochen, deinen Nachfolger in diesem Jahr noch einzuarbeiten, zu begleiten und zu unterstützen“, freute sich Hasselberg. Allerdings kam aus der Versammlung kein Vorschlag für einen Nachfolger. Der Vorstand habe aber schon Gespräche mit einem Interessenten geführt, der bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte, und sei zuversichtlich.

Bei den Wahlen wurden der Präsident, sein Stellvertreter sowie der Sportleiter „Tradition“ Olaf Steinemann, der Jugendsportleiter Andreas Reige und Kassenwart Frank Hohnholt in ihren Ämtern bestätigt. Antje Riese ist nun neue Damensportleiterin. Zum Schriftführer wählten die Schützen Ulf Syberberg, sein Vorgänger Hans-Peter Hellbusch unterstützt ihn als Stellvertreter.

Den Schützenvereinen sei der Nachwuchsmangel trotz intensiver Jugendarbeit und damit die Überalterung lange bekannt. „Wobei das Oldenburger Land noch gut da steht“, sagte von Aschwege. „Hier gab es im vergangenen Jahr lediglich einen Rückgang von ein bis zwei Prozent bei den Mitgliederzahlen.“ Die Stärke und das große Unterpfand der Schützenvereine sei die traditionelle Verankerung. „Ein Großteil unserer Mitglieder ist aus Tradition dabei. Sie betreiben nicht oder nicht mehr aktiv den Schießsport.“ Vereinsübergreifende Mannschaften seien daher sinnvoll, um sportlich auf höherer Ebene schießen zu können. Zudem sei es wichtig, gerade kleine Vereine zu unterstützen und so einer Auflösung vorzubeugen.

Zu den wichtigsten Veranstaltungen des Schützenbundes Wildeshausen in 2016 gehören das Aschermittwochsschießen am 10. Februar sowie das Bundesschützenfest, zu dem für den 11. Juni die Schieß-Sport-Kameradschaft Harpstedt einlädt. Außerdem steht der Wettkampf „Bund gegen Bund“ gegen Lethe-Huntestrand an.

In seinem Jahresbericht erinnerte Hasselberg an das Bundesschützenfest, das der SV Simmerhausen-Hockensberg organisiert hatte. „Der Empfang der Vereine auf der Sportanlage war sehenswert und voller Glanz“, so der Präsident. „Als Gastrednerin fand Dötlingens stellvertretende Bürgermeisterin Anke Spille die wirklich passenden Worte in Anbetracht des noch nahen Todes von Horst Neugebauer, dem langjährigen Vorsitzenden von Simmerhausen-Hockensberg.“

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