Erstes Tomatentasting am 31. August im Pflanzenhof Schachtschneider / Alte Sorten im Fokus

So schmeckt der Sommer

Expertinnen in Sachen Tomatenanbau: Sue Larisch (r.) und Waltraud Schachtschneider. Beide freuen sich auf das Tasting am 31. August. Fotos: Schneider

Aschenstedt - Von Tanja Schneider. Der Anbau von Gemüse wird immer beliebter. Ob im eigenen Garten oder bei Urban-Gardening-Projekten – immer mehr Menschen ernten eigene Gurken oder Salat. „Besonders angesagt sind Tomaten“, weiß Sue Larisch. In ihrem Garten wachsen sie seit 36 Jahren. Die Engländerin hat sich längst auf alte Sorten spezialisiert, „weil sie mir einfach besser schmecken“, sagt sie. Ihr Wissen rund um den Anbau des Nachtschattengewächses teilt sie gerne – zum Beispiel bei Aktionen im Aschenstedter Pflanzenhof Schachtschneider. Dort ist für Samstag, 31. August, von 11 bis 16 Uhr auch das erste Tomatentasting geplant.

Die Veranstaltung ist ein Resultat des Tomatenfestivals, das Larisch und Olaf Schachtschneider im vergangenen Jahr erstmals in Oldenburg auf die Beine gestellt hatten. „Der Ansturm war riesig. Es waren etwa 2 000 Besucher da“, erinnert sich Schachtschneider. Aufgrund der Hitzewelle waren viele Tomaten allerdings schon vorher reif und hatten ihre besten Tage hinter sich. Um ausreichend ausstellbare Exemplare zu zeigen, mussten sogar welche aus Schleswig-Holstein her. „Ein Mega-Aufwand, der nicht jedes Jahr leistbar ist“, so der Aschenstedter. Zudem sei aufgrund der Hitzefolgen sowie der großen Resonanz die Verköstigung zu kurz gekommen. „Da waren viele Leute enttäuscht“, ergänzt Larisch.

Und deshalb dürfen Interessierte nun am 31. August probieren, „so lange der Vorrat reicht“, sagt die 63-Jährige. Zwar gebe es auch in diesem Jahr ein paar „Sommeropfer“ – einige Tomaten hatten Sonnenbrand –, dennoch hofft Larisch auf eine vielfältige Auswahl. Immerhin wachsen in ihrem Garten 166 Tomatenpflanzen. Zusammen mit denjenigen, die bei Bekannten groß werden, kommt sie auf etwa 180 unterschiedliche Sorten, darunter die „Schlesische Himbeere“ und „Harzfeuer“. In ihrer Sammlung finden sich sogar 2 000 verschiedene Sorten. Die Besucher können sich auf kleine Probierhappen freuen. Neben Tomaten gibt es selbst gemachte Chutneys und Marmeladen. „Es soll vor allem Spaß machen“, sagt Larisch, die den Spitznamen „Tomatenlady“ trägt.

Die Nachfrage nach dem Tasting sei seit dem ersten, kurzen Hinweis in den sozialen Medien immens, berichtet Schachtschneider: „Die Leute sind wahnsinnig neugierig.“ Larisch freut sich, Interessierten die alten Sorten näher zu bringen. „Im Gegensatz zu den F1-Neuzüchtungen sind sie Divas. Sie tun, was sie wollen“, meint die Expertin. Bei mit F1 gekennzeichnetem Saatgut handelt es sich um Hybrid-Züchtungen, die nicht samenfest sind. „Es kommt also nicht immer dasselbe dabei raus“, erklärt Larisch. Gleichwohl seien F1-Tomaten ertragreicher und gesünder. „Mir schmecken sie aber nicht so gut“, sagt sie. Dies gelte übrigens auch für die Supermarkt-Tomaten. Da sie nicht unter der Sonne, sondern während des Transports zu Ende reifen, fehle ihnen Zucker und damit Aroma. Neben geschmacklichen existieren auch optische Unterschiede. „Es gibt kaum eine Farbe, die es nicht gibt – von weiß, grün und schwarz bis hin zu gepunktet und gesprenkelt“, erzählt Larisch, die während des Tastings auch Fragen beantwortet. Einen Tipp hat sie jetzt schon: „Tomaten sollten nicht im Kühlschrank lagern. Dort verlieren sie ihren Geschmack.“

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