Schlechtes Wetter und keine Gastronomie

Klaus-Dieter Ulrich zieht eine Zwischenbilanz der bisherigen Spargelsaison

Erntet, was er kann: Klaus-Dieter Ulrich vom Dötlinger Spargelhof hofft auf wärmere Temperaturen. Archiv
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Erntet, was er kann: Klaus-Dieter Ulrich vom Dötlinger Spargelhof hofft auf wärmere Temperaturen. Archiv

Dötlingen – Die Spargelsaison schreitet voran. Pfingsten und Ostern sind vorüber, Corona noch immer ein Problem und das Wetter ist schlecht. Klaus-Dieter Ulrich vom gleichnamigen Spargel-Hof in Dötlingen zieht eine Zwischenbilanz.

„Mit den Privatkäufern läuft alles super“, erklärt Ulrich. Auch der Verkauf über die Stände auf den Märkten und dem Hofladen liefe gut, der Absatz über den Einzelhandel sei angemessen. Wären da nicht die Schließungen der Gastronomiebetriebe. Diese stellen für den Spargelbauern ein großes Problem dar. „Es kann ja nicht gut laufen ohne die Gaststätten.“ Auch deshalb werde rund 40 Prozent weniger als in einem normalen Jahr verkauft. „Es gibt keinen Spargel auf Hochzeiten und Konfirmationen. Das macht sich schon bemerkbar“, räumt Ulrich ein. Immerhin gebe es so keinen Mengendruck von der Angebotsseite.

Wetter spielt noch nicht mit

Auch das Wetter spiele den Spargelbauern nicht in die Karten. „Es ist halt kalt. Man muss damit leben.“ Die geringere Ernte sei da, jedoch bringe es nichts, sich zu beschweren, alle hätten ja das gleiche Problem.

Bis zum Johannistag, dem 24. Juni, läuft die Spargelsaison. Je nach Wetter auch etwas länger oder kürzer. Da noch ein wenig Zeit bleibt, hofft der Landwirt auf die kommenden Wochen. „Wenn es noch einmal warm wird, dann kommt der Spargel noch mal.“ Und dann werden sich auch vielleicht mehr Menschen in die Bereiche der Außengastronomie trauen. „Eigentlich müssten die Gasthäuser jetzt auch wieder ihre Innenräume öffnen, damit wir mehr liefern können“, so Ulrich. „Bei dem jetzigen Wetter würde ich mich auch nicht draußen hinsetzen und Spargel essen.“

Umgang mit den Erntehelfern auf den Spargelfeldern läuft gut

Etwas Positives der jetzigen Saison gebe es aber auch: Der Umgang mit den Erntehelfern auf den Spargelfeldern liefe gut. „Da konnte man vom Wissen des vergangenen Jahres profitieren. Coronamäßig ist ja nicht viel dazugekommen.“ Nur die Testpflicht sei neu, aber da hielten sich alle dran. „Wir haben auch den Vorteil, dass wir unsere Mitarbeiter nicht alle immer zusammen, sondern immer schon auf mehrere Stellen verteilt haben.“ Ansonsten hieße es regelmäßig, „jede Menge Masken und Desinfektionsmittel bereithalten und verteilen“.

Insgesamt zeigt sich Ulrich aber zufrieden. „Es ist gut, dass wir so durch die Zeit kommen. Viele andere haben nicht dieses Glück und müssen ganz aufhören.“  

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