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Schlachtgesänge schon bei der Anreise

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Von: Holger Rinne

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Ankunft auf Schalke: Auf dem Parkplatz gab es für die Fans Brötchen und warme Getränke, später ging es ins Stadion.
Ankunft auf Schalke: Auf dem Parkplatz gab es für die Fans Brötchen und warme Getränke, später ging es ins Stadion. © Rinne

Dötlingen – Nach langer Pandemiepause unterstützten am Samstag 90 Fans des WFC 27801 den SV Werder Bremen im Zweitliga-Endspurt beim Auswärtsspiel in Gelsenkirchen.

„Heute fahren wir nach fast auf den Tag genau drei Jahren wieder zu einem Auswärtsspiel“, begrüßte Klubpräsident Ingo Kläner die eine Hälfte des Trupps im ersten Bus.

Zunächst hatte Kläner „nur“ 45 Tickets geordert und einen Bus gebucht, weil er dachte, dass das Interesse nicht so groß sein würde. Doch als das Kontingent sich sehr schnell dem Ende entgegen neigte, bestellte er beim Ticketcenter noch einmal 45 Karten nach, die ihm auch prompt zugesagt wurden. Als größter Fanclub des Bremer Zweitligisten mit inzwischen 2.006 Mitgliedern (am Samstag kam noch ein Mitglied hinzu), können die Brettorfer (die Keimzelle des Klubs) darauf vertrauen, dass sie aus der Bremer Geschäftsstelle immer noch einen Nachschlag bekommen.

Um 8 Uhr ging es am Samstag los

Um 8 Uhr startete der Tross von Brettorf in Richtung Ruhrgebiet. Auf der Fahrt pflegen die Grünweißen so manchen Brauch, der sich im Laufe der Jahre gebildet hat. Kaum auf der Autobahn, wurde zunächst gratuliert. „Karl-Heinz Osterloh hatte vergangene Woche Geburtstag. Ihm ein dreifaches Siebenundzwanzig“, gab Kläner vor, und der Bus antwortete „Acht-Null-Eins“. Danach teilte der Präsident mit Jens Wiechmann und Jens Poppe zwei Getränkewarte ein, die den Bus zu versorgen hatten. Sie machten ihre Sache gut. Mit den ersten geleerten Bierflaschen (alkoholfreie Getränke wurden selbstverständlich auch angeboten) wurde es lauter. Mit der richtigen CD im Hintergrund ertönten die einschlägigen Werder-Gesänge.

Ingo Kläner sammelte die Tipps ein.
Ingo Kläner sammelte die Tipps ein. © Rinne

Nach einer kurzen Pause am Rasthof Tecklenburger Land, peitschte Festausschuss-Vorsitzende Sandra Wiechmann die Fans mit weiteren Werder-Fangesängen und einem immer wiederkehrenden „Hallo Hinterbus“, dem die hinteren Plätze mit einem „Hallo Vorderbus“ antworteten, noch einmal richtig ein. Währenddessen bot Vize-Präsident Andreas Cording Fanartikel wie Schals, Sonnenbrillen und T-Shirts zum Selbstkostenpreis an.

Zweites Frühstück auf dem Stadionparkplatz

Zwischenzeitlich gab es ruhigere Phasen, in denen man sich gut unterhalten konnte. „Ich war damals zu einer Hochzeit in Dötlingen. An dem Abend ist der gesamte Tisch in den Fanclub eingetreten“, bestätigte Heinrich Kühter aus Bösel ein Gerücht, wonach Ingo Kläner immer ein paar Mitgliedsanträge mit sich führen solle. Der Böseler hat in der Vergangenheit an mehreren Veranstaltungen des WFC teilgenommen. Der Trip nach Schalke war für ihn allerdings die erste Auswärtsfahrt.

Die beiden Busse aus Brettorf waren schließlich die Ersten, die in Gelsenkirchen auf dem Gästeparkplatz des FC Schalke 04 eintrafen. Die Organisation des Vorstands lief sofort wieder wie ein Räderwerk an. Im Nu waren mehrere Klapptische aufgestellt und Hunderte von Brötchenhälften und warme Getränke warteten auf ihre Abnehmer.

Feierten und tanzten im Bus: Rita-Kläner mit Heinz-Georg Osterloh.
Feierten und tanzten im Bus: Rita Kläner mit Karl-Heinz Osterloh. © Rinne

Es folgten 90 bärenstarke Minuten des SV Werder auf Schalke. Ihren 2:0 Vorsprung zur Pause bauten die Hanseaten in der zweiten Spielhälfte auf 4:0 aus, ehe die Knappen kurz vor Spielende den Ehrentreffer erzielten. Damit sind die Bremer eindeutig auf Erstligakurs.

Euphorisch traten die Dötlinger die Heimreise an. Zunächst zeichnete Kläner nicht die Gewinner des Tippspiels aus, sondern überreichte dem eindeutigen „Verlierer“ des Tipps einen Trostpreis. Hans-Gerd Cordes hatte tatsächlich auf ein 4:2 für die Schalker gesetzt. Genau den richtigen Tipp hatte mit 1:4 hingegen Laura Cording. Da Laura aber schon Inhaberin einer Werder-Dauerkarte ist, suchte sie sich einen Fanartikel statt der Eintrittskarten für das nächste Heimspiel gegen Holstein Kiel aus.

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