28 Stände beim Flohmarkt „Rund ums Kind“ in der Neerstedter Schule / Erlös für den guten Zweck

Schaukelpferd und Co. wechseln Besitzer

Riesengroß war am Sonnabend das Angebot beim Flohmarkt „Rund ums Kind“ in der Neerstedter Schule. - Foto: jm

Neerstedt - „Bisher hatten wir immer rosa. Jetzt brauchen wir noch einmal etwas in Blau“, sagte Franziska Leppin mit einem Zwinkern, während sie sich einzelne Strampler, Bodys und winzige Unterhosen ansah. Der Flohmarkt „Rund ums Kind“ in der Neerstedter Grundschule bot am Sonnabend eine gute Gelegenheit, um sich mit Kleidung für den bald zur Welt kommenden Sohn einzudecken. Die Auswahl war angesichts der Vielzahl an Ständen groß.

„Insgesamt 28 Verkäufer sind in diesem Jahr dabei“, berichtete Andrea Menkens, die gemeinsam mit Frauke Vosteen den Flohmarkt organisiert hatte. Bereits zum dritten Mal gab es Spielzeug, Bekleidung und vieles mehr aus zweiter Hand. „Die Einnahmen aus den Standgebühren und dem Verkauf von Kaffee und Kuchen kommen dem Förderverein der Grundschule und der Sprachheilschule in Neerstedt zugute“, erklärte Menkens. Als Elternverteterin hatte sie auch die vorherigen zwei Flohmärkte auf den Weg gebracht. Aktuell besuche zwar keines ihrer Kinder die Grundschule, aber die Arbeit für den guten Zweck liege ihr trotzdem am Herzen.

Während sie sich zusammen mit Vosteen eine kurze Pause in der eigens von Jessica Roschinski und ihren Helferinnen eingerichteten Cafeteria gönnte, war an den Ständen eine Menge los. Feilschen und Handeln machten Verkäufern ebenso Spaß wie den Käufern, und so wechselte manches Spielzeug oder Kleidungsstück den Besitzer. Tipps und Erläuterungen gab es von den gut gelaunten Anbietern gratis dazu.

„Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, sich von den lieb gewonnenen Sachen zu trennen“, sagte Iris Sagemann aus Dötlingen, die ihren Stand ganz in der Nähe des Eingangs aufgebaut hatte. „Immerhin sind sie mit Erinnerungen verbunden“, meinte sie. Das eine oder andere aussortierte Teil sei doch noch wieder zurückgewandert. „Für Vieles ist jetzt aber einfach der Tag gekommen“, erklärte sie. Auch Tochter Amelie zeigte sich damit einverstanden, dass ihre Kleidung und manches Spielzeug in neue Hände kommen. „Die Puppensachen sind alle von mir. Aber ich spiele nicht mehr damit. Also verkaufen wir sie“, so die Sechsjährige.

An den anderen Ständen reihten sich Bücher, Brettspiele, Kuscheltiere und Spielzeugautos aneinander. Hosen, Pullover und Jacken stapelten sich in verschiedenen Größen. „Von Kleidung für Neugeborene bis hin zu Größe 140 ist hier alles zu haben“, berichtete Menkens. Was die Spielsachen anging, konnten noch Kinder bis in das späte Grundschulalter fündig werden. Und so gab es für ein paar Mädchen und Jungen ein etwas verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Die strahlenden Kinderaugen sprachen Bände, wenn Papa ein Schaukelpferd oder den heiß geliebten Spielzeugtraktor zum Auto trug.

Die Tische leerten sich während der zweieinhalbstündigen Veranstaltung zusehends, sodass am Ende nicht nur die Organisatorinnen, sondern auch Besucher und Verkäufer zufrieden waren. Entsprechend wird es vermutlich auch 2018 eine Wiederholung geben. - jm

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