Hofstelle der Familie Schwarz macht Fortschritte 

Sanierung der Remise eine echte Herausforderung

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Die Sanierung der alten Remise gestaltet sich aufwendig. Denn sie benötigt nicht nur ein neues Dach. Da der untere tragende Balken marode war und ausgetauscht werden sollte, musste das gesamte Gebäude angehoben werden.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Andere gehen am Wochenende zum Fußball oder Kaffeesieren, wir werkeln“, sagt Manfred Schwarz und grinst. Bereits Anfang 2016 hat der Dötlinger die unter Denkmalschutz stehende Hofstelle samt alter Schmiede an der Neerstedter Straße erworben (wir berichteten). Die Sanierung ist zum wahren Familien-Großprojekt mutiert. Seit Monaten wird Wochenende für Wochenende geschuftet – wenn das Wetter es zulässt. Und besonders beim Familienoberhaupt ist die anfängliche Begeisterung nach wie vor vorhanden.

„Es ist ein ganz spannendes Vorhaben. Wir sammeln Erfahrungen und erleben immer wieder Überraschungen“, berichtet der Arzt. Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf dem Hauptgebäude. Die Schwarzes richteten die dortige Wohnung wieder her, in die Tochter Susanne zum Jahreswechsel einzog. Auch der Außenbereich hat bereits Gestalt angenommen. Vor einem guten Jahr hatte die Familie dort schon Bäume gefällt und jede Menge Gestrüpp, Erde sowie Schutt abtransportiert. Höhenunterschiede wurden ausgeglichen, Beete und ein Blühstreifen angelegt. „Die Mauer hier ist vor Kurzem erst fertig geworden“, sagt Schwarz, dem der Stolz auf und die Freude über das bislang Erreichte anzumerken sind.

Momentan widmen sich Familie und helfende Bekannte der Remise. Das Nebengebäude soll nach der Sanierung als Garage fungieren. Zeitgleich zu den Arbeiten startete Tochter Susanne die Facebook-Seite „Projekt Schmiede Dötlingen“, auf der sie über die Fortschritte informiert. „So können auch Freunde, die weiter weg wohnen, die Entwicklung verfolgen“, erklärt sie. „Außerdem wird es für uns eine schöne Erinnerung sein.“ Neben Bekannten nehmen auch Dötlinger und vor allem Nachbarn Anteil, schauen mal über den Zaun und erkundigen sich nach den Fortschritten.

Tragende Querbalken marode

Und die sind an der Remise äußerst passabel. „Das ganze Gebäude musste angehoben werden“, informiert Manfred Schwarz über die Besonderheit dieser Sanierungsmaßnahme. Notwendig war der Kraftakt, weil die unteren tragenden Querbalken marode waren. Um sie austauschen zu können, musste die Remise erst einmal höher gesetzt werden. Metallstangen und jede Menge Gurte hielten die Konstruktion zusammen, während das Mauerwerk im unteren Bereich erneuert und die Ersatzbalken eingebaut wurden.

„Dem ist natürlich viel Arbeit vorausgegangen“, erinnern sich Manfred Schwarz und seine Frau Irene. Familie und Freunde räumten das Gebäude leer, holten allein vom Dachboden Unmengen an Heu, entfernten das Mauerwerk aus den Gefachen und putzten die Steine, die anschließend mit „neuen alten“ Steinen wieder eingesetzt wurden – eine Fleißarbeit. Nicht weniger anstrengend war das Abdecken des Daches inklusive des Austausches der Holzlatten. Letztere haben am vergangenen Wochenende den Weg auf das Dach gefunden. Die Eindeckung steht noch aus. „Alle Arbeiten erfolgen natürlich unter den Augen des Denkmalschutzes“, betont Schwarz. Dort laute das oberste Credo „Erhalt“. Dies ist allerdings nicht immer möglich, wie beispielsweise die Tore der Remise zeigen. „Sie sind leider zu sehr verrottet“, sagt der Dötlinger. Die Familie lässt nun neue im alten Stil anfertigen.

Froh sind die Schwarzes darüber, entsprechende Fachleute für ihr Vorhaben gefunden zu haben und gleichzeitig auch auf Unterstützung aus dem Freundeskreis zählen zu können. „Das ist unverzichtbar“, wissen sie – zumal auf der rund 3 500 Quadratmeter großen Hofstelle noch weitere Aufgaben warten. „Als nächstes möchten wir die Diele im vorderen Bereich des Haupthauses entrümpeln“, verrät Manfred Schwarz. Zudem haben die „Heimwerker“ schon mit der Restaurierung von altem Mobiliar begonnen, das zusammen mit dem Hof erworben wurde. Und dann sind da ja noch die weiteren Nebengebäude – das kleine Backhaus, die ehemaligen Ställe und die alte Schmiede, die nach wie vor komplett eingerichtet ist.

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