Gelungenes Dorffrühstück auf dem Bareler Weg 

Rund 330 Brettorfer schlemmen im Freien

Mit einer ganzen Reihe an Leckereien machten es sich die Einwohner aus Brettorf und umzu mitten auf der gesperrten Straße gemütlich. - Foto: Schneider

Brettorf - Von Tanja Schneider. Was macht der Brettorfer, wenn das Dorffrühstück auf dem Bareler Weg ansteht und es nieselt? Nein, er weicht nicht ins Innere aus. Stattdessen bringt er neben Kaffee, Käse und Wurst einfach noch Pavillons mit. Unter diesen sowie den schützenden Bäumen genossen am Sonntag rund 330 Besucher die wohl wichtigste Mahlzeit des Tages. Und kaum waren die ersten Brötchen verdrückt, ließ auch der Regen nach.

Der gesamte Bareler Weg glich einer Schlemmermeile. Die AG Brettorfer Vereine und die Nachbarschaft hatten alle Biertische und -bänke zusammengesucht, die im Dorf so existieren. Aneinandergereiht bildeten sie eine ähnlich lange Tafel wie 2013, als der Turnverein anlässlich seines 100-jährigen Bestehens ein Frühstück auf der Straße „Neddenhüsen“ organisiert hatte. Und weil dies damals so gut ankam, möchte die AG nun künftig alle zwei Jahre eine solche Veranstaltung an unterschiedlichen Orten im Dorf organisieren.

Mit dem Verlauf am Sonntag zeigte sich der AG-Vorsitzende Gerrit Meyer trotz des Wetter sehr zufrieden. „Wir haben Plätze für 330 Leute, und alle sind belegt“, freute er sich. Pünktlich zum Aufbau hatte der Regen eingesetzt. „Ausweichen kam aber nicht in Frage. Wir wollten die Veranstaltung durchziehen – im Freien“, sagte er. Fix wurden ein paar Pavillons organisiert, weitere brachten die Besucher selbst mit. Einige hatten ohnehin fast ihre halbe Küche dabei. Von Salz- und Pfefferstreuern über Servierwagen bis hin zu Hochstühlen für die Kinder reichte die Ausstattung.

Noch umfangreicher war das Frühstück selbst. Der Fanclub des 1. FC Köln, die „Geestböcke“, hatte 300 Eier spendiert. Hinzu kamen 700 Brötchen, die neben den Firmen Vega Gartenbau und Elektro Einemann, die Privatpersonen Markus Rupp und Klaus Tabke sowie der AG-Vorsitzende sponserten. Für den Rest sorgte jeder selbst. Und da zeigte sich, dass in Brettorf und umzu durchaus Leckermäuler leben. Neben dem typischen Aufschnitt wie Salami, Schinken, Käse, dem Mettigel und Fleischsalat bereicherten unter anderem auch Lachs, Tomaten-Mozzarella-Spieße, Obst, selbst gemachte Kräuterbutter, Sekt und vieles mehr die Tafel. „Greifen Sie ruhig zu, meine Frau hat jede Menge zubereitet“, hielt Helwig Röpken eine große Dose mit Käsewürfeln, kleinen Cabanossi und Radieschen entgegen. Auch ein paar Meter weiter war das Angebot groß. Vor Thomas Hartung türmten sich die Tupperschalen. „Ja, unser Kühlschrank ist gerade ziemlich leer“, meinte er mit einem Grinsen und biss in sein Brötchen.

So mancher Besucher offenbarte auch seltsame Frühstücksvorlieben. Da wurde ein mit Nutella bestrichenes Brötchen beispielsweise noch liebevoll mit Erdbeeren belegt. Während die Erwachsenen ausgiebig speisten und den Klängen der Feuerwehrkapelle lauschten, eroberten die Kinder schnell das kleine Karussell. Einige von ihnen hatten zum Start des Dorffrühstück zudem einen großen Auftritt. Denn der Kindergarten „Filibuster“ präsentierte das Stück „Die kleine Maus will hoch hinaus“, in dem auch eine Biene, eine Giraffe und ein Pinguin mitwirkten. Zudem hatten die Mädchen und Jungen Deko gebastelt. Ihre Tischbänder schmückten die Tafel, an der die meisten Brettorfer noch lange zusammensaßen.

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