Rund 50 Biker aus ganz Deutschland reisen zum Nikolaustreffen in Nuttel an

„Winter-Motorradfahrer sind einfach anders“

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Seit acht Jahren kommen die Gespannfahrer in Nuttel zusammen.

Nuttel - Gewohnt sind die rund 50 Biker, die am Wochenende zum Nikolaustreffen der Gespann-, Winter- und Norwegenfahrer nach Nuttel anreisten, durchaus etwas anderes. Campieren im Schnee und den frostigen Temperaturen am Lagerfeuer trotzen – das ist es, was die Veranstaltung üblicherweise ausmacht. Diesmal mussten sich die Teilnehmer mit deutlichen Plusgraden abfinden. Der Glühwein schmeckte da nur halb so lecker. Die Stimmung war dennoch gut.

Organisiert hatte das Treffen Uwe Stefan. Bereits zum achten Mal lud er auf sein Grundstück, und Motorradfahrer aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, um sich einmal wiederzusehen und Benzingespräche zu führen. Einen durchgeplanten Ablauf gab es nicht. Nur das Grünkohlessen ist ein fester Bestandteil der Veranstaltung. Wegen der wenig winterlichen Straßenverhältnisse machten sich einige Fahrer zwischendurch sogar auf den Weg an die Nordsee, um etwas Meeresluft zu schnuppern. Ohnehin sind die meisten der Teilnehmer ständig mit ihren Gespannen unterwegs.

„Fast an jedem Wochenende ist irgendwo ein Treffen – ob im Harz oder anderswo“, sagte Stefan, der selbst Motorradfahrer ist. In früheren Jahren beteiligte er sich auch an solchen Fahrten mitten im Winter. Dann ging es beispielsweise zur Kristallrallye nach Norwegen, wo mit minus 30 Grad ganz andere Temperaturen herrschen. „Da musste man sich in den Nächten im Zelt doch ganz schön aneinanderkuscheln“, erinnerte sich Stefan.

Zu den begeisterten Motorradfahrern gehört auch Heini Nee aus Papenburg, der mit seinem BMW-Gespann sowohl im Winter als auch im Sommer seine Touren macht. „Es ist ein reines Hobby, vor allem die Ausfahrten und die damit verbundenen Treffen machen im Winter besonders viel Spaß“, erzählte Nee, der sein Zelt in Nuttel aufgeschlagen hatte.

„Die Leute, die im Winter Motorrad fahren, sind einfach anders. Die legen nicht so viel Wert auf poliertes Blech“, berichtete Arne Becker, der in der Nähe von Duisburg lebt. Knapp 280 Kilometer legte er zurück, um in die Gemeinde Dötlingen zu fahren. Begeistert von dem Treffen zeigte sich auch Theo Üdema aus Aschendorf bei Papenburg. Er ist bereits das achte Mal dabei. „Es macht einfach viel Spaß im Winter zu fahren, und in der Szene kennt eben jeder jeden, das mag ich“, erzählte er. Das Wintertreffen zu organisieren, sei ihm eine besondere Herzensangelegenheit, meinte Stefan. Und das spürten die Fahrer auch.

jb

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