Ruhige Kreise und wilde Ausbrüche

Ausstellung von Gabriele Thomas in der Kate eröffnet

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Künstlerin Gabriele Thomas aus Ganderkesee (r.) freute sich über die Gäste, die den Weg in ihre Ausstellung in der Dötlinger Müller-vom-Siel-Kate gefunden hatten.

Dötlingen - „Ich liebe Kreise. Die Welt ist rund – ohne Anfang und ohne Ende“, sagte Gabriele Thomas am Sonntagvormittag bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung in der Müller-vom-Siel-Kate in Dötlingen. Da wundert es nicht, dass sich diese geometrische Figur auf zahlreichen Leinwänden findet, die die Ganderkeseerin mit Acrylfarbe bemalt und mit Öl, Sand, Kreide oder Papier verfeinert.

Gerti Essing von der Dötlingen Stiftung sprach von einer zweigeteilten Schau. „Auf der einen Seite finden sich die ruhigen Arbeiten“, erklärte sie. Die Werke mit Kreisen, die meditativ wirken und Harmonie ausstrahlen. „Auf der anderen Seiten sehen Sie einen Ausbruch, der den Kindern von Thomas geschuldet ist“, meinte Essing. 

Denn der Nachwuchs hatte sich einmal etwas Wilderes gewünscht. Beide Stile kamen bei den Besuchern der Vernissage gut an. Thomas, die sich lange der Bildhauerei verschrieben hatte und erst spät zur Malerei fand, lud dazu ein, mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Künstlerin regelmäßig vor Ort

Dazu gibt es im Zuge der Ausstellung, die bis einschließlich 1. Januar läuft, auch noch häufiger Gelegenheit. Denn die Ganderkeseerin wird zum einen während der regulären Öffnungszeiten der Kate – sonnabends, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr (außer Heiligabend und Silvester) – anwesend sein, zum anderen auch mal wochentags in der Kate verweilen. Neben einem Nikolauskaffee hat sie mehrere Zeiten zum Arbeiten eingeplant. „Immer wenn draußen die Fackel brennt, dürfen Interessierte gerne hereinkommen“, so Thomas.

Zum Auftakt der Ausstellung hatte sie sich weihnachtliches Ambiente gewünscht. Und so gab es heißen Apfelsaft mit Zimt, Nelke und bei Bedarf einen Schuss Calvados. Zudem konnten die Besucher Schnittchen in Sternenform naschen und individuelle Kugeln betrachten, die den Weihnachtsbaum vor der Kate zieren. Die Ganderkeseerin hatte sie eigens bemalt und sich als Baum ein krummes Exemplar gewünscht. „Denn der Mensch ist auch nicht immer gerade.“ - ts

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