Künstlerin Talea Luitjens stellt in Müller-vom-Siel-Kate aus

Realistische Bilder und Edelstein-Bäumchen

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Die 19-jährige Künstlerin Talea Luitjens an der Seite ihres Vaters Markus während ihrer ersten „richtigen“ Vernissage. 

Dötlingen - Von Anja Nosthoff. Kaum war ihre erste Ausstellung in Dötlingen eröffnet, hatte sie auch schon ein Bild verkauft: Für die 19-jährige Künstlerin Talea Luitjens ließ sich die Vernissage, die sie mit zahlreichen Gästen am Sonnabendnachmittag in der Müller-vom-Siel-Kate feierte, gut an. „Mein Anspruch ist es, so realistisch wie möglich zu malen“, erklärte die Dötlingerin. Besonders gerne stelle sie Tiere dar.

„Oft nehme ich verschiedene Fotos zur Hilfe, um die Tiere und Details wie die Krallen der Eule noch einmal aus einer anderen Perspektive und aus der Nähe zu sehen“, beschrieb Liutjens ihre Malweise. Die 19-Jährige, die 2015 ihr Abitur am Gymnasium Wildeshausen gemacht hat, absolvierte gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Fachklinik Oldenburger Land, zu dem auch ein vierwöchiges kunsttherapeutisches Praktikum gehörte. Im September beginnt sie ihr Architekturstudium an der Jade-Hochschule in Oldenburg.

Der Kontakt zur Dötlingen Stiftung, die die Veranstaltungen in der Müller-vom-Siel-Kate organisiert, war in der Weihnachtszeit entstanden. „Uns ist es ein Anliegen, junge Dötlinger Künstler zu fördern – und erst recht, wenn sie so großes Talent zeigen wie Talea“, erklärten Thea Freiberg und Gerti Essing. 13 Bilder und mehrere bunte Bäumchen, die sie aus Halbedelsteinen gestaltet, brachte Luitjens zu ihrer ersten „richtigen“ Ausstellung mit. „Ich habe die besten Bilder aus den vergangenen drei Jahren ausgewählt – wirklich all die, die ich persönlich am liebsten mag“, so Luitjens.

In einige der jüngeren Werke arbeitete sie auch ein wenig Relief ein – wie zum Beispiel in ihr Bild eines Mauerseglers, für den sich vom Fleck weg ein Käufer fand. Daneben hängen in der Kate Blumen, ein Schmetterling, ein Kätzchen, eine Eule und Rotkehlchen an den Wänden.

Luitjens liebt die Herausforderung

Zu den jüngeren Arbeiten gehören aber auch Porträts. „Das ist so ziemlich das Schwierigste, was man beim Malen machen kann“, äußerte sich Luitjens, die die Herausforderung liebt. Denn sie hat den Anspruch, die Gesichter so authentisch wie möglich darzustellen. „Unsere Haut ist ja nicht nur einfach hautfarben, sondern hat die verschiedensten Farbschattierungen“, gab Luitjens ein Beispiel. Gerade das sei spannend – wie auch in einem einzigen Eulenflügel 20 verschiedene Farben einzubringen, damit er am Ende „echt“ aussieht.

Gezeichnet habe Luitjens schon während der ganzen Kindheit. Mit 13 Jahren habe sie von der Oma zu Weihnachten einen Malkurs bei Anne Hollmann geschenkt bekommen. Weitere Erfahrungen sammelte sie während eines Kurses und Praktikums im Atelier Kokon auf Fehmarn. Neben der Acryl- probierte sie auch Seidenmalerei und Encaustic aus.

„Unsere ganze Familie hat eine künstlerische Ader“, berichtete Luitjens. „Meine Mutter hat mir gezeigt, wie man die Bäumchen aus Halbedelsteinen herstellt. Das erste hatte sie nämlich als Liebesgeschenk an meinen Papa gemacht“, verriet die 19-Jährige. Opa und Vater seien dagegen handwerklich begabt und stellten Kunsthandwerk her. Einige Stücke, die der Vater kreierte, brachte Luitjens zur Begeisterung der Dötlingen Stiftung mit in die Kate.

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