Startschuss ist gefallen

Rathaus wird zur Baustelle

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Die Vorbereitungen für den Abriss des alten Rathausanbaus laufen auf Hochtouren. 

In Neerstedt ist der Startschuss zur Erweiterung des Rathauses gefallen. Erst weicht der alte Anbau, dann geht es an die Errichtung eines neuen, deutlich größeren Traktes. Bei der Einrichtung der Baustelle gab es ein paar Komplikationen, wie Bürgermeister Ralf Spille verrät.

Neerstedt – Wer das Neerstedter Rathaus betritt, blickt neuerdings auf eine gräuliche „Wand“. Das Treppenhaus des Verwaltungssitzes der Gemeinde Dötlingen ist abgeklebt, der Zugang zum Anbau versperrt. Dieser soll in der kommenden Woche zugunsten eines neuen, größeren Traktes weichen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. „Letzten Freitag wurde der Bauzaun aufgestellt und im Inneren abgeklebt“, berichtet Bürgermeister Ralf Spille. In dieser Woche stünden Arbeiten im Keller, wo eine Wand entfernt werden muss, und die Entkernung des Anbaus an.

Auf das Treppenhaus können Angestellte und Besucher des Rathauses für längere Zeit nicht zurückgreifen. Grund ist ein Durchbruch zum geplanten Neubau. Wer ins Obergeschoss möchte, muss den sonst eher selten genutzten Fahrstuhl nehmen. „Ich habe noch gescherzt, ob er den plötzlichen Dauerbetrieb verkraftet – und rums, blieb er stecken“, verrät Spille. Getroffen hatte es einen der Mitarbeiter, der aber einigermaßen zeitnah aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte. Der Bürgermeister hofft, dass es keine Wiederholung gibt.

Auch auf Strom und Wasser musste das Verwaltungsteam im Zuge der Baustelleneinrichtung eine Weile verzichten. „Daneben mussten wir ein paar Sachen verlegen oder umsetzen, zum Beispiel unser Zeiterfassungssystem“, ergänzt Spille. Da die Sanitäranlagen im Anbau der Vergangenheit angehören, steuern die Mitarbeiter, die ihre Büros im Erdgeschoss haben, jetzt die Toiletten im ersten Stock an – mit dem Fahrstuhl. „Und geparkt wird nun aufgrund der Baustelle gegenüber bei der Firma Tonne, damit die noch freie Fläche den Bürgern zur Verfügung steht“, so Spille. An der Anzahl der Parkplätze soll sich durch die Erweiterung aber nichts ändern.

Der Anbau ist inzwischen entkernt, die Dachpfannen sind entfernt. Nach dem Abriss soll es nahtlos mit der Errichtung des neuen, zweigeschossigen Traktes weitergehen, der neben Büros, einem Besprechungszimmer, Sanitäranlagen und Lagermöglichkeiten auch einen etwa 80 Quadratmeter großen Sitzungssaal beinhalten soll. Der jetzige Saal wird in Büroräume umgewandelt. „Dieser Schritt erfolgt zum Schluss, nach Fertigstellung des Anbaus“, erklärt Spille. Insgesamt soll rund 240 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche entstehen. Die Kosten liegen bei etwa 1,4 Millionen Euro. Für das Vorhaben hat die Verwaltung 19 Gewerke vergeben. Die Angebotssummen stimmten laut Bauamt nahezu mit der Kalkulation des Projektes überein.

Spille rechnet damit, dass die Erweiterung in ungefähr einem Jahr abgeschlossen ist. Trotz der Baustelle hofft er auf wenig Lärm. „Der erfolgte Durchbruch im Keller war natürlich laut“, berichtet er. Ein Neubau ginge in der Regel aber ruhiger vonstatten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so viel Spektakel machen wird.“

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