Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Anbaus deckt künftig die Hälfte des Strombedarfs

Rathaus-Erweiterung schreitet gut voran

Bereits installiert: Mit dem coronabedingten Sicherheitsabstand zueinander informieren Bauleiter André Schnabel sowie Architekt und „EED“-Mitglied Wolfgang Behrends (l.) über die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Neerstedter Rathausanbaus. Fotos: Schneider

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Bei 32,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²a) lag 2019 laut dem REMkommunal-Controlling der Stromverbrauch im Neerstedter Rathaus. Zur bisherigen Nutzfläche von 891 Quadratmetern kommen mit dem im Bau befindlichen Erweiterungstrakt 350 Quadratmeter hinzu. Der Verbrauch dürfte entsprechend steigen. „Die Hälfte des Strombedarfs wird künftig aber die neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Anbaus produzieren“, berichtet Bauamtsleiter Uwe Kläner.

Die 30 Module umfassende Anlage mit einer Leistung von 9,75 Kilowatt-Peak wurde bereits in der vergangenen Woche installiert und entspreche ganz dem Klimaschutzgedanken, der in der Gemeinde unter anderem mit dem Arbeitskreis „Energieeffizientes Dötlingen“ vorangetrieben werde. Dazu gehöre laut Kläner beispielsweise auch der Anschluss des Rathaus-Anbaus an das Neerstedter Fernwärmenetz. Die Kommune nehme ihre Vorbildfunktion ernst.

Innenausbau soll bis Ende April fertig sein

Wie jeden Freitag um 8.30 Uhr gibt es auch in dieser Woche die Baustellenbesprechung – aufgrund des Coronavirus in kleiner Runde und mit großen Abständen. Kläner, Architekt Wolfgang Behrends und Bauleiter André Schnabel klären Detailfragen. Insgesamt laufe es gut mit der Erweiterung des Verwaltungssitzes, meint Schnabel. Behrends ergänzt: „Wegen des vielen Regens waren wir etwas in Verzug. Das haben wir inzwischen aber wieder aufgeholt.“ Eine Vielzahl von Gewerken sei schon durch. Von außen sei das Gebäude so gut wie fertig. „Es müssen nur noch die Simse gestrichen werden“, berichtet Schnabel.

Im Inneren herrscht hingegen noch Baustellenflair pur. Überall schauen Kabel aus den Decken. Diverse Werkzeuge und Materialien wie Holzlatten und Farbeimer prägen das Bild. Die Musik aus dem Makita-Radio dringt bis in den hintersten Winkel. „Momentan stehen die Malerarbeiten auf dem Programm“, erklärt Schnabel. Parallel dazu startet die Herrichtung der Außenanlage. Für den künftigen Parkplatz muss gepflastert werden. Bäume und Büsche sollen das Bild später abrundet.

Nach Ostern, so Schnabel, sei das Verlegen des Bodens geplant. Zudem gehe es dann an die Elektrik sowie die Sanitäranlagen. Die Wände sind bereits gefliest. Die Toiletten und Waschbecken fehlen noch. Die Sanitärräume befinden sich ebenso im Erdgeschoss wie eine Teeküche, Abstell- und Lagermöglichkeiten sowie das Herzstück des Anbaus, der 80 Quadratmeter große Sitzungssaal. „Berücksichtigt haben wir auch ein Fraktionszimmer. Es kann durch eine Trennwand vom Saal abgeteilt werden“, erzählt Behrends.

Dort, wo früher das Treppenhaus war, trennt momentan noch eine Staubschutzwand den Alt- vom Neubau. Die Treppe ist nun im Erweiterungstrakt. In dessen Obergeschoss entstehen derzeit ein Besprechungsraum, Lagerfläche sowie sechs neue Büros, in die nach Angaben von Kläner hauptsächlich die Kollegen aus der Kämmerei einziehen werden. Bis Ende April soll der Innenausbau abgeschlossen sein. „Dann geht es an die Umgestaltung des alten Sitzungszimmers“, informiert der Bauamtsleiter. Dieses soll sich innerhalb von vier bis fünf Wochen in drei Büros verwandeln. „Und wenn auch das fertig ist, kann die Möbellieferung kommen“, meint Kläner.

Der Bedarf an zusätzlichen Büros hatte den rund 1,5 Millionen Euro teuren Anbau überhaupt erst erforderlich gemacht. Momentan hat die Verwaltung allerdings kein Raumproblem. Die Mitarbeiter sind in zwei Gruppen aufgeteilt und arbeiten im täglichen Wechsel entweder im Rathaus oder von zu Hause aus, so Kläner.

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