1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Dötlingen

„Rahmanns Weg“ bleibt Einbahnstraße

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Beim Vor-Ort-Termin: Die Dötlinger FDP-Fraktion hatte im Februar Anlieger nach Hockensberg eingeladen. Dabei ging es um die Verkehrssituation. archiv
Beim Vor-Ort-Termin: Die Dötlinger FDP-Fraktion hatte im Februar Anlieger nach Hockensberg eingeladen. Dabei ging es um die Verkehrssituation. © Archivfoto: Büttner

Dötlingen – Es kommt Schwung in Sachen Tempo: Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Dötlingen hat kürzlich während seiner Sitzung im Neerstedter Rathaus mehrere Beschlüsse gefasst: 

Dötlingen – Es kommt Schwung in Sachen Tempo: Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Dötlingen hat kürzlich während seiner Sitzung im Neerstedter Rathaus mehrere Beschlüsse gefasst:

Verkehrssituation K 237 in Hockensberg

Das Gremium hat beschlossen, dass die Gemeinde Dötlingen bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Oldenburg eine Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der K 237 im Abschnitt „Aschenstedt – B 213“ auf 70 Kilometer pro Stunde sowie im Bereich des Abschnittes „Brakland – B 213“ auf Tempo 50 beantragt. Zudem wird die aktuelle Einbahnstraßenregelung im Bereich der Gemeindestraße „Rahmanns Weg“ beibehalten.

Wie berichtet, hatten sowohl die Dötlinger FDP als auch die Grünen-Fraktion entsprechende Anträge gestellt. „Die Landwirte beklagen, dass sie nicht mehr zu ihren Feldern über den ,Rahmanns Weg‘ fahren können, sondern über die B 213 fahren müssen. Ein zusätzliches Gefahrenpotenzial, da es auf der B 213 bei einer zulässigen Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern keine Abbiegespur in Richtung Dötlingen gibt“, heißt es zum zweiten Punkt im FDP-Antrag.

Während des jüngsten Ausschusses für Infrastruktur und Energie hatte Bürgermeisterin Antje Oltmanns erklärt, dass die beiden dort befindlichen Buchen nur wegen dieser Einbahn-Regelung geschützt werden könnten.

Temporeduzierung auf der L 872

Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, dass die Kommune einen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oldenburg stellt, den Bereich im Rahmen der Müllumschlagstation mit verkehrsregelnden Maßnahmen neu zu beordnen. Zum Hintergrund: Die CDU-Fraktion hatte bereits im Januar einen Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung auf der L 872 im Bereich der Müllumschlagstation in Neerstedt gestellt. Darin forderte sie eine Reduzierung auf 70 Stundenkilometer in beide Richtungen. Aktuell dürfen Autofahrer dort Tempo 100 fahren (wir berichteten). Die Christdemokraten wollten durch die Geschwindigkeitsbegrenzung eine Abmilderung der Gefahrensituation erreichen.

Reinigung von Verkehrsschildern

Die Dötlinger FDP-Fraktion hatte im Februar einen Antrag gestellt und darauf hingewiesen, dass die Verkehrszeichen in der Gemeinde Dötlingen zum Teil sehr verschmutzt und jährlich zu reinigen sind.

Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, dass der Bauhof der Kommune einmal pro Jahr alle Verkehrszeichen, Straßennamensschilder oder sonstige amtliche Hinweisschilder in der Gemeinde Dötlingen reinigt.

Aufwertung von Gemeindewegen

Um die Aufwertung von überörtlichen Gemeindeverbindungswegen in Kreisstraßen ging es ebenfalls. Die CDU-Fraktion hatte diesbezüglich einen Antrag gestellt. Dieser beinhaltet die Überprüfung der gemeindeeigenen Straße „Stedinger Weg“ – von Dingstede bis Iserloy – in eine Kreisstraße aufzuwerten. Insgesamt beinhaltet dieser Antrag eine Streckenlänge von circa 9,37 Kilometer.

Laut Verwaltung wäre die Gemeinde Dötlingen bei einer Aufstufung des Stedinger Weges nicht mehr zuständig. Die Unterhaltung und der Betrieb der Straße würde dann der Landkreis Oldenburg komplett übernehmen. Der Nachteil wäre, dass die Kommune bei einer baulichen Veränderung an der Straße zum Beispiel beim Anlegen einer Überfahrt keine Entscheidungsfreiheit mehr hat. Hier müsste erst die Genehmigung des Landkreises eingeholt werden. Diese könne auch versagt werden. Die Erfolgsaussichten der Aufstufung seien eher gering einzustufen. Zudem stehen laut Gemeindeverwaltung für 2022 keine ausreichenden Haushaltsmittel für eine Verkehrsuntersuchung durch ein qualifiziertes Ingenieurbüro zur Verfügung.

Der Verwaltungsausschuss hat daher beschlossen, dem Antrag der CDU-Fraktion aufgrund geringer Erfolgsaussichten nicht zu folgen.

Auch interessant

Kommentare