Radweg an der K236 rund ein Jahrzehnt nach erstem Antrag eingeweiht

Freie Fahrt von Brettorf bis nach Uhlhorn

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Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille, Uhlhorns Bezirksvorsteher Heinz Kunst, Ann-Christin Gajda (Landkreis Oldenburg), Landrat Carsten Harings und der FDP-Kreistagsabgeordnete Ernst-August Bode (v.r.) bei der offiziellen Einweihung des Radweges.

Uhlhorn - Gut Ding will Weile haben – im Falle des Radweges entlang der K236 (Uhlhorner Straße) rund ein Jahrzehnt. So lange warteten die Einwohner auf den Lückenschluss zwischen der Einmündung Osterbroksand bis zur B213. Ende 2014 wurde der rund 400000 Euro teure und vom Land bezuschusste Radweg endlich gebaut. Nun erfolgte die offizielle Freigabe der Maßnahme. Nach der obligatorischen Durchschneidung eines Bandes radelte eine 50-köpfige Gruppe aus Landkreis- und Gemeindevertretern sowie Bürgern die Strecke gemeinsam ab.

„Ich denke, dass der Ausbau gelungen ist und der Radweg erheblich zur Verkehrssicherheit sowie Attraktivität bei den Fahrradtouristen beiträgt“, sagte Landrat Carsten Harings, der sich vor allem bei den Einwohnern für ihre Geduld bedankte. Denn bis zur Realisierung des Projektes habe es schon eine Weile gedauert. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde Dötlingen bereits 2004 einen Antrag gestellt hatte, den der Landkreis aber ablehnte, da die finanziellen Mittel bereits für andere Baumaßnahmen verplant waren. Dem darauf folgenden Angebot der Gemeinde, die vollständigen Kosten – mit Ausnahme der Landesförderung in Höhe von 60 Prozent – vorzufinanzieren, stimmte der Landkreis jedoch zu.

2008 erfolgte schließlich die Aufnahme des Lückenschlusses in das Mehrjahresprogramm des Landes. Zwei Jahre später beschloss der Kreisausschuss die Prioritätenliste für Radwegebaumaßnahmen ab 2012 – an erster Stelle stand der Radweg an der K236. Ins Jahresbauprogramm des Landes wurde er allerdings erst 2014 aufgenommen – im Oktober starteten die Bauarbeiten. „Und die gingen wirklich fix“, meinte Harings, der seinen Dank an die Gemeinde Dötlingen richtete. Diese sei nicht nur hartnäckig geblieben, sondern habe sich auch bei der Findung von Baumstandorten sowie Gesprächen mit den Anwohnern engagiert.

Bürgermeister Ralf Spille bezeichnete das Ergebnis ebenfalls als sehr gelungen: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Sowohl Spille als auch Harings verhehlten allerdings nicht, dass das Projekt bei früherer Umsetzung deutlich günstiger geworden wäre. 2010 waren für die Maßnahme noch Gesamtkosten von 280000 Euro veranschlagt worden. Nun schlägt sie mit 400000 Euro zu Buche, von denen die Gemeinde 15 und der Landkreis 25 Prozent trägt. Die Summe hätte sich aus Baukostensteigerungen und höheren Grundstückspreisen ergeben.

In diesem Jahr geht es mit dem Radwegebau in der Gemeinde Dötlingen weiter. Neben dem Ausbau der Fahrbahn von Klattenhof bis Immer ist auch die Realisierung des rund 5,5 Kilometer langen Radweges an der K327 von Brettorf bis Immer geplant. Die Fertigstellung sei für Mitte 2016 angedacht, so Harings. Danach fehle lediglich noch der Lückenschluss an der K237 von Hockensberg bis zur B213. Dann seien die Kreisstraßen in der Gemeinde zu 100 Prozent mit Radwegen ausgestattet.

ts

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