Schützenbund ändert Namen, nimmt weitere Vereine auf und wählt Vorstand

Präsidium wehrt sich gegen Nörgeleien

Der neue Vorstand des Schützenbundes Wildeshauser Geest: Kassenführer Frank Reige, seine Stellvertreterin Sandra Rühl-Richter, Schriftführer Ulf Syberberg mit Stellvertreterin Karin Behrens, Präsident Jürgen Hasselberg mit dem Vize Michael Muhle, Sportleiter Olaf Steinemann und Jugendsportleiter Andreas Reige (v.l.). Foto: Schneider

Altona - Von Tanja Schneider. Um sich für die Zukunft besser aufzustellen, haben die Schützen in der Region am Donnerstagabend im Hotel „Gut Altona“ einen wichtigen Schritt vollzogen. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Schützenbundes Wildeshausen die Umbenennung in Schützenbund Wildeshauser Geest und anschließend die Aufnahme von drei weiteren Vereinen. Es handelt sich um den SV Ahlhorn, SV Großenkneten sowie den SV Sage, die zuvor im Schützenbund Lethe-Huntestrand organisiert waren. Dieser wird nun aufgelöst. Dem „neuen“ Bund gehören damit jetzt 13 Vereine an.

Der Zuwachs wirkte sich direkt auf die Vorstandswahlen aus – und zwar im positiven Sinne. Denn ohne freiwillige Meldungen aus den Reihen der „Neuen“ wären einige Posten unbesetzt geblieben. Zwischenzeitlich hatte sogar der „Supergau“ gedroht. Denn das bisherige Präsidium hatte aufgrund von Anfeindungen und Nörgeleien angekündigt, nicht erneut zu kandidieren. „Einige Personen meinen, sie können mit uns umgehen, wie sie wollen“, sagte Jürgen Hasselberg, der seit gut 21 Jahren Präsident ist. „Wir erleben den Mailverkehr in der letzten Zeit als Mobbing erster Klasse.“ Es werde gemeckert, was das Zeug hält. „Diese Art des Umgangs muss enden. Wir sind sonst gerne bereit, dass Ehrenamt abzugeben“, so Hasselberg.

Hans Mayer (SV Altona), der als Wahlleiter fungierte, appellierte an die Versammlung, nicht immer nur zu schimpfen, sondern selbst aktiv zu werden und sich zur Wahl zu stellen. Die Resonanz war allerdings verhalten. Immer wieder gab es betretenes Schweigen, als Mayer um Vorschläge für einzelne Posten bat. Hasselberg erklärte schließlich: „Wenn alle Stricke reißen, mache ich noch drei Jahre weiter. Dann muss aber ein neuer Präsident her.“ Die Versammlung wählte den 66-jährigen Brettorfer einstimmig. Angesichts dieses Umstandes ließ sich auch der Stellvertreter Ralf Steenken (SV Neerstedt) fast schon erweichen. Dann kam aber die Rettung aus den Reihen der neu beigetretenen Vereine – in Person von Michael Muhle (SV Sage), der das einstimmige Votum erhielt. Da er „jetzt keinen Rückzieher machen wollte“, ließ sich Schriftführer Ulf Syberberg (SV Dötlingen) im Amt bestätigen. Neue Stellvertreterin ist Karin Behrens (SV Großenkneten).

Als schwere Geburt stellte sich die Suche nach einem Kassenführer heraus. Frank Reige vom SV Ahlhorn meldete sich schließlich freiwillig – ebenso wie die neue Stellvertreterin Sandra Rühl-Richter (SV Dötlingen). Die Leiterposten für das Traditions- und Sportschießen wurden zusammengelegt. Hier macht Olaf Steinemann weiter und erhält künftig Unterstützung von Silke Zicht (SV Brettorf). Andreas Reige (SV Altona) bleibt Jugendsportleiter, machte aber klare Ansagen hinsichtlich des Umgangs miteinander. Ein Stellvertreter fand sich nicht.

Vakant ist seit Donnerstagabend die Position der Damenleiterin. Antje Riese (SV Lüerte-Holzhausen) wollte nicht weitermachen – da halfen auch alle Überredungsversuche nicht. Nach langem Hin und Her sagte Wahlleiter Mayer: „Ich schlage vor, dass wir jetzt abbrechen, sonst sitzen wir um Mitternacht noch hier. Wir können uns keinen schnitzen.“

In seinem Jahresbericht verwies Hasselberg vor allem auf das Bundesschützenfest, das 2018 beim SV Lüerte-Holzhausen gefeiert wurde. „Das war eine runde Sache“, sagte er. Das diesjährige Bundesschützenfest geht an Himmelfahrt beim SV Dötlingen über die Bühne, im kommenden Jahr ist der SV Neerstedt als Ausrichter an der Reihe. Hasselberg forderte die Vereine auf, von Ehrungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen, um geleistetes Engagement zu würdigen. Zudem machte er auf die immer wichtigere Bedeutung des Sportschießens für die Vereine aufmerksam. „Das zeigen uns die Aktivitäten beim SV Altona und SV Sandkrug. Die Mitgliedergewinnung erfolgt dort größtenteils über den Sport“, so Hasselberg. Kurz diskutiert wurde über die Anschaffung einer Auswertungsmaschine. Die Versammlung war sich aber einig, dass eine Ausleihe sinnvoller ist. Gesprächsbedarf gab es auch hinsichtlich der Kassenführung. Der Prüfer berichtete von Beanstandungen. Letztlich konnte der Vorstand aber entlastet werden.

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