Polizeikontrolle auf der Autobahn 1

Drei Bremsen auf einmal defekt

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Die Polizeibeamten hatten am Mittwoch auf der Rastanlage Wildeshausen ordentlich zu tun.

Dötlingen - Es war viel los am Mittwoch auf der Rastanlage Wildeshausen an der A1. 62 speziell ausgebildete Polizeibeamte der Polizeidirektion Oldenburg kontrollierten den gewerblichen Güter- und Personenverkehr. Auch Beamte der Polizei Bremen sowie Mitarbeiter des Zolls, des Bundesamtes für Güterverkehr und des Gewerbeaufsichtsamtes nahmen daran teil.

Die Beanstandungsquote lag bei beachtlichen 57 Prozent, teilt die Direktion mit. 142 Fahrzeuge wurden inspiziert, von denen 82 Wagen Mängel aufwiesen. 36 Fahrern untersagten die Beamten vor Ort die Weiterfahrt. Überladung, mangelnde Ladungssicherung und technische Mängel waren die häufigsten Beanstandungen. Ebenfalls stellten die Polizisten Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht fest.

Es gibt aber auch einige Besonderheiten zu berichten: So war ein Sattelzug aus Portugal, der mit 18 Tonnen Wein beladen auf dem Weg nach Hamburg war, mit drei gebrochenen Bremsscheiben am Auflieger, einem beschädigten Reifen und einem defekten Druckluftventil für die Liftachse unterwegs. Der 44-jährige Fahrer musste seine Fahrt bis zur Beseitigung der Mängel unterbrechen.

Für einen ebenfalls 44-jährigen polnischen Fahrer eines Sattelzuges endete die Weiterfahrt ebenfalls am Kontrollort, da er ungesichertes Gefahrgut transportierte. Die Beamten leiteten auch hier ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und erhoben eine Sicherheitsleistung.

Bei der Kontrolle eines Autotransporters aus Nordrhein-Westfalen stellten die Beamten eine Überladung fest. Der 58-jährige Fahrer musste sein Fahrzeug abladen. Weiterhin wird ein Vermögensabschöpfungsverfahren gegen das Unternehmen geprüft.

Ferner inspizierten die Polizisten einen polnischen Sattelzug, der mit elf Tonnen beladen und auf dem Weg nach Schweden war. Die Kontrolle ergab Mängel am Vorderreifen der Zugmaschine und mangelnde Ladungssicherung. Nach dem Reifenwechsel und Bezahlen einer Sicherheitsleistung konnte der Fahrzeugführer seine Fahrt fortsetzen.

Ein spanischer Sattelzug war mit Doppelbesetzung auf dem Weg von Spanien nach Hamburg. Jedoch befand sich die Zugmaschine in einem schlechten technischen Zustand: Beide Bremsscheiben an der Vorderachse waren gebrochen. Hier drohte ein Totalausfall der Bremsanlage. Ein Sachverständiger stellte daraufhin die Verkehrsunsicherheit des Fahrzeugs fest. Die Beamten ordneten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 680 Euro an.

Auch ein deutscher Laster war mit erheblich zu viel beladen. Er befand sich auf dem Rückweg von einem Jahrmarkt zum Firmensitz. Die transportierte Geisterbahn musste aufgrund von Auflagen in der jüngeren Vergangenheit durch Metallverstrebungen verstärkt werden. Dabei wurde nicht bedacht, dass sich das Gewicht des Fahrgeschäfts erhöht hat. Statt der genehmigten etwa 42 Tonnen wog das Fahrzeug jetzt 46 Tonnen. Vor der Weiterfahrt musste der Unternehmer eine neue Genehmigung beantragen. Außerdem erwartet ihn ein Bußgeldverfahren.

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