Zwei feste und zwei bewegliche Fußballtore sollen Situation auf dem Neerstedter Sportplatz entschärfen

Politik findet Lösung für To(r)huwabohu

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Zusammengekettet: die Fußballtore auf dem Neerstedter Sportplatz.

Neerstedt - Nach langem Hin und Her hat der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss während seiner Sitzung eine Lösung für das Tohuwabohu gefunden, das seit Wochen auf dem Neerstedter Sportplatz herrscht. Konkret geht es um zwei Fußballtore, die bereits seit 1999 dort stehen, aus Sicherheitsgründen aber ins Visier geraten sind.

Auf dem Platz spielen nachmittags unterschiedliche Gruppen, darunter die Neerstedter Freizeitkicker. Vormittags bolzen dort die Dritt- und Viertklässler. Das Problem: Da mal ein größeres, mal ein kleineres Feld benötigt wird, werden die Tore ständig hin- und hergeschoben. „Das sieht bei den Kindern durchaus abenteuerlich aus“, erzählte Bauamtsleiter Uwe Kläner. Und natürlich bestehe die Gefahr, dass die Tore dabei umkippen.

Dies hatte auch die Schulleitung erkannt und Rücksprache mit der Verwaltung gehalten. Eine Möglichkeit wäre die Sicherung der Tore mit Bodenankern gewesen. Da diese aber wiederum ein Verletzungsrisiko bergen, habe die Schule davon Abstand genommen und sich stattdessen dazu entschlossen, die Tore abzuschließen, also zusammenzuketten, berichtete Kläner. Die Dritt- und Viertklässler wurden auf den kleinen Platz verwiesen, wo auch die Erst- und Zweitklässler spielen, was für Gerangel und Geschrei sorgte. Die Freizeitkicker erhielten hingegen einen Schlüssel, um die Tore nutzen zu können. Da die Schlösser jedoch mehrfach zerstört wurden, standen die Tore wieder ohne Absicherung auf dem Platz. „Das wurde von der Schulleitung moniert, aber von den Freizeitkickern ignoriert, also haben wir sie abtransportiert“, so Kläner. Dies habe wiederum einen Aufschrei gegeben. Die Freizeitkicker gelobten Besserung, die Tore wurden wieder aufgestellt. Wie Kläner berichtete, klappt es mit dem Abschließen seitdem auch deutlich besser.

Die Dritt- und Viertklässler blieben allerdings unzufrieden zurück. Über eine Lehrerin ließen sie Bürgermeister Ralf Spille vergangene Woche ein Schreiben zukommen. Zudem waren drei Mädchen bei der Ausschusssitzung dabei, um die Situation zu erläutern. „Da, wo wir jetzt spielen müssen, ist es sehr eng“, sagten sie. Daneben lag dem Gremium ein Antrag der FDP-Fraktion auf Anschaffung von zwei kippsicheren Fußballtoren vor. „Ich hoffe, dass er positiv beschieden wird“, sagte der Liberale Wieland Garms.

Das Gremium spielte im weiteren Verlauf diverse Möglichkeiten durch. Bei kippsicheren Toren, die aufgrund von Zusatzgewichten nicht von Kindern bewegt werden können, wären die Schüler immer darauf angewiesen, dass Erwachsene helfen. „Die Schule hat aber bereits signalisiert, dass sie hierfür keine Kapazitäten hat“, erklärte der Bauamtsleiter. Bei stationären Toren wäre die Unfallgefahr zwar gleich null, die Flexibilität der Spielfeldgröße allerdings auch. Der Vorschlag von Jugenddiakon Jochen Wecker, mit einem stationären und einem beweglichen Tor zu arbeiten, schien nur anfänglich die ideale Lösung zu sein. Adrian Kownatzki vom TV Dötlingen, der als hinzugewähltes Mitglied dem Gremium angehört, verwies auf räumliche Einschränkungen und die „braune Grube“, die schnell vor dem festen Tor entstehen würde. „Und das bewegliche wäre morgens vermutlich nicht dort, wo die Kinder es haben möchten“, ergänzte der Bürgermeister. „Wir drehen uns im Kreis.“

Der Verwaltungschef schlug schließlich vor, es mit folgender Lösung zu versuchen: Hinter dem eigentlichen Spielfeld werden zwei feste Tore installiert, auf die die Kinder jederzeit schießen können. Für die anderen Gruppen soll es mit bewegbaren Toren die Möglichkeit geben, die Spielfeldgröße individuell anzupassen. Der Ausschuss folgte diesem Vorschlag einstimmig.  

ts

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