Planungen im Ausschuss vorgestellt/Grunderwerbs-Gespräche laufen

Radweg-Neubau stößt auf geteiltes Echo

Wegen der beengten Verhältnisse sind nicht alle Anlieger der Dorfstraße vom geplanten Radweg überzeugt.
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Wegen der beengten Verhältnisse sind nicht alle Anlieger der Dorfstraße vom geplanten Radweg überzeugt.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Der Bau eines Radweges zwischen Neerstedt und Klattenhof stößt nicht bei allen Anliegern der Dorfstraße sowie des Klattenhofer Kirchweges auf Gegenliebe. Das wurde während der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss-Sitzung am Dienstagabend im Neerstedter Rathaus deutlich. Grund sind die eher beengten Verhältnisse, gepaart mit dem landwirtschaftlichen Verkehr.

Nach der Anliegerversammlung Ende Januar und Gesprächen mit der Landesstraßenbaubehörde zur Abstimmung der Förderfähigkeit laufen derzeit Gespräche für den nötigen Grunderwerb. „Und es wird noch so einiges an Überzeugungsarbeit notwendig sein“, informierte Bauamtsleiter Uwe Kläner während der Sitzung. Entlang der rund vier Kilometer langen Strecke müsste die Gemeinde zur Realisierung des Projektes innerhalb Neerstedts 975 Quadratmeter und außerorts rund 1200 Quadratmeter erwerben. Gelingt dies nicht, könne das Vorhaben keine Baureife erlangen. „Ohne Einigung mit den Anliegern, kein Radweg“, fasste es Kläner kurz und knapp zusammen.

Über Trassenführung, Breite und andere Details informierte Planer Herwart Huck vom gleichnamigen Ingenieurbüro den Ausschuss. Demnach soll der Radweg – von Neerstedt aus gesehen – links von der Fahrbahn verlaufen. Erst kurz vor der Kreuzung Klattenhofer Kirchweg/Stedinger Weg/Im Dorfe wird er auf die rechte Seite verlegt, um an den für die K327 geplanten Radweg anzuschließen. „An anderer Stelle macht eine Querung entweder keinen Sinn oder kommt aus Sicherheitsgründen nicht in Frage“, so der Planer. Außerorts sind neben der Fahrbahn zunächst ein 1,50 Meter breiter Seitenraum und dann der zwei Meter breite Radweg in betonierter Bauweise vorgesehen. Innerorts soll aus Platzgründen ein Radweg auf Hochbord inklusive Rinne mit einer Gesamtbreite von 2,50 Metern entstehen.

Neben Details zur Entwässerung müssten laut Huck auch noch Fragen zu so mancher „kniffliger Stelle“ geklärt werden. Schon für die Einmündung der Dorfstraße von der Brettorfer Straße schlägt er eine Verbreiterung vor. Zudem sollte im weiteren Verlauf der Dorfstraße eine Kurve entschärft werden. Wie Huck erläuterte, wären die Maßnahmen an der Fahrbahn ebenfalls förderfähig.

Bei den Ausschuss-Mitgliedern kam da natürlich die Frage auf, ob man nicht gleich die ganze Dorfstraße anfassen und auf 5,80 Meter verbreitern sollte. Dies könnte auch das Problem mit dem Begegnungsverkehr vor allem bei landwirtschaftlichen Maschinen, das auch von den Anliegern moniert wurde, lösen. Momentan weichen die Fahrzeuge links und rechts auf die Grünstreifen aus. Nach den derzeitigen Planungen bliebe auf der Radwegseite nur die Rinne als Ausweichfläche. Der Ausschuss-Vorsitzende Gernot Kuhlmann (CDU) regte an, sich die Straße während der nächsten Wegebereisung anzuschauen. Die Planungen für den Radweg nahm das Gremium zustimmend zur Kenntnis.

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