Bauausschuss spricht sich gegen den Antrag der Grünen aus

Die Planung für den Kulturpavillon geht weiter

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Mit großer Mehrheit hat der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss während seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus empfohlen, die Planungen zur Errichtung eines „Hauses der Begegnung“ (Kulturpavillon) fortzuführen.

Ein Antrag der Grünen auf Aussetzung hatte damit keinen Erfolg. Nur Gabriele Roggenthien stimmte für das Ansinnen ihrer Partei. Zudem zeigte sich, dass die Fraktionen von dem beschlossenen Projekt-Standort im Dorfgarten abrücken.

Hintergrund für die Antragsstellung waren laut Roggenthien „die Unruhen in der Bevölkerung“. Ein vorläufiger Planungsstopp würde Zeit für die Findung eines Konsens einräumen, meinte sie. Die Lösungssuche könne aus Sicht der Grünen aber nur mithilfe eines erfahrenen Moderators erfolgen. Dies sehen CDU, SPD und FDP anders. Zwar sind alle – wie sie versicherten – an dem „Frieden im Dorf“ interessiert. Dieser müsse aber auch durch Gespräche untereinander zu erzielen sein.

Parkplatz als idealer Standort

Streitpunkt war bislang vor allem der Standort für das Vorhaben, das die Dötlingen Stiftung mit einer großzügigen Spende realisieren möchte. Der Gemeinderat hatte beschlossen, ihr dafür ein Grundstück zur Verfügung zu stellen – im Dorfgarten. Dagegen hat die Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung Jetzt“ Unterschriften gesammelt.

Vergangene Woche präsentierten die Mitglieder der Verwaltung drei mögliche Alternativstandorte im Bereich „Schule, Kita, Sporthalle“. Die Parteien können sich dort allerdings nur schwer den Kulturpavillon vorstellen. „Zudem sollten wir uns Erweiterungsmöglichkeiten für die Kita und Schule nicht verbauen“, mahnte Willi Niehoff (CDU). Er brachte stattdessen den ursprünglich einmal vorgesehenen Ausgleichsparkplatz ins Spiel. „Ich denke, das ist ein Kompromiss, der konsensfähig ist und dafür sollten die Vorbereitungen weiterlaufen.“ Auch Rudi Zingler (SPD) bezeichnete den Parkplatz als idealen Standort.

Bürgermeister Ralf Spille nahm das Abrücken vom Dorfgarten zur Kenntnis. Er verwies darauf, dass der Start der Bauleitplanung für Mitte Januar angedacht ist. „Diese Zeit sollten alle nutzen“, appellierte er.

Rubriklistenbild: © dpa

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