„Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“

Erster Schulwald des Landkreises entsteht in Neerstedt

Stehen auf der Fläche des neuen Schulwaldes: Bürgermeister Ralf Spille (v.l.), Grundschulleiterin Andrea Selke, Kommunalbetreuer der EWE, Hendrik Lüürs , Leiter der Förderschule Sprache, Jürgen Möhle, Landrat Carsten Harings, Klimaschutzbeauftragte Manuela Schöne, Charlotte Baumann von der Stiftung „Zukunft Wald“ sowie Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems.
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Stehen auf der Fläche des neuen Schulwaldes: Bürgermeister Ralf Spille (v.l.), Grundschulleiterin Andrea Selke, Kommunalbetreuer der EWE, Hendrik Lüürs , Leiter der Förderschule Sprache, Jürgen Möhle, Landrat Carsten Harings, Klimaschutzbeauftragte Manuela Schöne, Charlotte Baumann von der Stiftung „Zukunft Wald“ sowie Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems.

Auf etwa 3 500 Quadratmetern soll an der „Neuen Dorfstraße“ in der Gemeinde Dötlingen der erste Schulwald im Landkreis Oldenburg entstehen. Am Donnerstagvormittag haben Landrat Carsten Harings und Charlotte Baumann von der Direktion der Stiftung „Zukunft Wald“ der Landesforsten den Kooperationsvertrag dazu unterschrieben.

Dötlingen – „Wir freuen uns sehr, dass der erste Schulwald im Landkreis hier entstehen kann“, sagt Harings. Unter dem Motto „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“ bewirtschaften seit 2011 Schüler mithilfe der Stiftung eigene Wälder. „Mittlerweile in ganz Niedersachsen“, erklärt Baumann. „Die Fläche in Neerstedt wird der 62. Schulwald werden.“ Dafür werde mit pädagogischen Einrichtungen zusammengearbeitet, die 30 Jahre lang die Verantwortung für ihr Waldstück übernehmen. Die Ziele der Aktion sind unter anderem die CO2-Reduktion, die Motivation der Kinder zur Eigeninitiative sowie die Vermittlung von nachhaltigem Denken. „Insbesondere wollen wir damit erreichen, dass wir Klimaschützer heranzüchten“, so Baumann.

Das Schöne ist die lange Förderungszeit von 30 Jahren. Was sich in dieser Zeit alles entwickeln kann, ist einfach großartig.

Jürgen Möhle, Leiter der Förderschule Sprache in Neerstedt

Hauptverantwortlich für die Betreuung der Fläche – die das Versorgungsunternehmen EWE für dieses Projekt an den Landkreis verkauft hatte – wird die Grundschule sowie die Förderschule Sprache in Neerstedt in Zusammenarbeit mit Horst Wieting von den Niedersächsischen Landesforsten übernehmen. „Das Schöne ist die lange Förderungszeit von 30 Jahren“, freut sich Förderschulleiter Jürgen Möhle. „Was sich in dieser Zeit alles entwickeln kann, ist einfach großartig.“ Auch Andrea Selke Schulleiterin der Grundschule ist „ganz begeistert“. „Das passt total in unser Schulprogramm.“ Nach einer Standortuntersuchung, bei der die Bodenbeschaffenheit analysiert wurde, sind schon Pläne gemacht worden, wie die Fläche bepflanzt werden soll. „Wir wollen einen Kernbereich mit Eichen und Buchen“, erzählt Wieting. Weiterhin sei ein Waldrand aus Sträuchern geplant, um die Artenvielfalt zu erhöhen. „Später, wenn sich der Wald etabliert hat, soll am Rand ein Lernpfad mit einer Beschilderung der zu einzelnen Bäumen stehen.“ Die Kosten für die Bäume, Sträucher und die Bewirtschaftung belaufen sich auf mehr als 15 000 Euro, die komplett von der Stiftung getragen werden, erzählt Wieting weiter. Die Bäume dafür kommen aus einer Baumforstschule.

Dokumentation per App möglich

Damit der Fortschritt des Waldes dokumentiert werden kann, stellt die Stiftung eine App zur Verfügung. Mithilfe dieser lassen sich Informationen zum Baumwachstum, dem Wetter oder Pflanzaktionen abspeichern. Fotos und Videos können ebenfalls ins Internet geladen werden. „Das ist besonders schön für Kinder, die von der Schule abgehen und sich nach einigen Jahren fragen, was mit ihrem Wald passiert“, schwärmt Baumann. Pro Wald werden dazu von der Stiftung zwei Tablets zur Verfügung gestellt. Auch soll es in Zukunft Aktionen geben, bei denen die Schüler ihre eigenen Bäume pflanzen. „Damit sie sich auch mit ihrem Wald identifizieren können.“  

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