56 Pfähle als Grundlage

Tiefgründung für den geplanten Getreidesilobau in Brettorf läuft

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Mit einem Hydraulikhammer werden die 56 Betonpfähle in den Brettorfer Boden geschlagen. Sie sollen für einen stabilen Grund sorgen, auf dem dann der Siloturn errichtet wird.

Brettorf - Von Tanja Schneider. Mit jedem Schlag des riesigen Hammers dringt der Betonpfahl rund 20 Zentimeter weiter in die Erde. Es dröhnt. Im unmittelbaren Umfeld vibriert der Boden leicht. Als der 7,5 Meter hohe Pfahl auf tiefere Schichten stößt, geht es nur noch Millimeter voran. „Und das Ganze erledigen wir nun 56 Mal“, berichtet Hans-Hermann Schweers. Dessen Unternehmen ist mit der Tiefgründung für den Bau eines weiteren Getreidesilos in Brettorf beauftragt.

Schweers Grundbau mit Sitz im Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“ hat bereits im Jahr 2002 die „Rammarbeiten“ für die vier Türme der Raiffeisenwarengenossenschaft Hunte-Weser am Standort in Brettorf übernommen – und startete am Montag mit der Tiefgründung für Silo Nummer fünf. Mit der Erweiterung möchte die Raiffeisenwarengenossenschaft die Lagerkapazität von 10 000 auf 12 500 Tonnen erhöhen. Dadurch ist sie flexibler bei der Vermarktung des Getreides.

Am Bau sind mehrere Betriebe aus der Gemeinde Dötlingen beteiligt. „Nachdem das Unternehmen Börries die Erdarbeiten erledigt hat, konnten wir loslegen“, sagt Schweers. Ganz einfach war dies allerdings nicht. Denn die 75 Tonnen schwere Ramme samt Hydraulikhammer sowie die Betonpfähle, von denen jeder einzelne 1,8 Tonnen wiegt, mussten zunächst per Schwertransport aus der Nähe von Groningen nach Brettorf geschafft werden. 

Fallgewicht von sechs Tonnen rammt die Pfeiler in den Boden

Dabei sorgten Sturm „Friederike“ und die Baustelle auf der Uhlhorner Straße für Verzögerungen. Mit den Materialien kam am Montag zudem ein niederländisches Team an, „mit dem wir seit Jahren gut zusammenarbeiten“, berichtet Schweers. Der Tag stand zunächst im Zeichen der Anlieferung und des Aufbaus, gegen 13.30 Uhr konnte der erste Pfeiler in den Boden geschlagen werden. Mit einem Fallgewicht von sechs Tonnen sauste der Hammer auf den Betonkoloss. „Im Rahmen eines Baugrundgutachtens ist zuvor berechnet worden, wie viele Pfähle notwendig sind“, informiert Schweers. Schließlich müsse der Grund dauerhaft einer hohen Belastung standhalten. „Und von den Pfählen kann jeder einzelne 100 Tonnen tragen.“

Läuft alles nach Plan, könnte die Tiefgründung schon heute abgeschlossen sein. Dann wäre der Weg für das nächste Unternehmen, das für die Betonsohle sorgt, frei. Je nach Witterung soll der Siloturm, der zur Erntezeit in Betrieb genommen wird, bis Ende Februar stehen.

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