Konstituierende Sitzung am 3. November in Brettorf

Rat passt Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigung an

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Ein wenig Abschiedsstimmung herrschte während der Ratssitzung am Donnerstagabend im Landhotel. Schließlich kam das Gremium in dieser Konstellation zum letzten Mal zusammen. Acht Mitglieder scheiden aus. Ein Gruppenfoto und ein Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre waren die Folge. Bürgermeister Ralf Spille, der die ersten Jahre noch als Ratsmitglied fungierte, erinnerte an 21 Rats- und 135 Ausschusssitzungen.

Der Verwaltungschef dankte den Mitgliedern, besonders aber seinen Stellvertreterinnen Anke Spille, Ute Ziemann und Sarah Orth sowie dem Ratsvorsitzenden Dierk Garms für die gute und sachorientierte Zusammenarbeit. Parteipolitische Belange hätten nie im Vordergrund gestanden. Viele Entscheidungen seien einstimmig gewesen. Zu den Hauptpunkten, mit denen sich das Gremium befasst hat, hätten sicherlich der Windpark Haidhäuser sowie das angedachte Seniorenzentrum und das daraus entstandene Projekt „Wi helpt di“ gehört. „Das Thema Gewerbe- und Industriegebiet Hockensberg wird uns natürlich ebenfalls weiter beschäftigen“, so Spille, der den Ausgeschiedenen alles Gute und dem neuen Rat eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen wünschte.

Auch die Fraktionsvorsitzenden Willi Niehoff (CDU), Rudi Zingler (SPD) und Claus Plate (FDP) sprachen von spannenden Jahren und einer konstruktiven Zusammenarbeit. „Auch wenn nicht immer alles einfach war und manchmal viel diskutiert wurde“, sagte Plate. Niehoff lobte die „geübte Dötlinger Praxis“, nach der viel im Vorfeld beraten wird. Sarah Orth (Grüne), die nicht wieder kandidiert hatte, sah dies etwas anders. Der Rat müsse nicht alles hinter verschlossenen Türen abstimmen. „Man kann auch öffentlich sachlich diskutieren. Dann hat es auf den Bürger auch nicht den Anschein, dass eh schon alles abgekaspert ist“, meinte sie. Für die Zukunft wünschte sie sich „gute, transparente Beratungen“.

Als eine seiner letzten Entscheidungen passte das Gremium am Donnerstag einstimmig die Aufwandsentschädigung sowie das Sitzungsgeld für Ratsmitglieder, die hinzugewählten Ausschussmitglieder und der sonstigen ehrenamtlich Tätigen an. Die Aufwandsentschädigung der Ratsmitglieder wird von monatlich 70 auf 100 Euro erhöht. Dadurch entstehen jährliche Mehrkosten von 6 480 Euro. Das Sitzungsgeld beträgt künftig 20 statt 15 Euro. Damit sollen sämtliche Kosten abgedeckt sein. Alle Fraktionen bezeichneten die Anpassung als maßvoll und angemessen. Schließlich war die letzte Erhöhung 1999.

Der Bürgermeister hielt es für glücklich, dass sich der alte Rat mit dem Thema befasste. So könne der neue unbelastet an die Arbeit gehen. Die konstituierende Sitzung ist am Donnerstag, 3. November, ab 18 Uhr im Brettorfer Schützenhof. Dann geht es um eine ganze Reihe von Personalentscheidungen. Die Abgeordneten müssen den Ratsvorsitzenden, stellvertretende Bürgermeister und jede Menge Vertreter, unter anderem im Kommunalverbund und der Oldenburgischen Landschaft bestimmen. Zudem steht die Bildung der Fachausschüsse auf dem Programm.

Rubriklistenbild: © dpa

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