Vorlesebänke, Männerhort und Polarfuchs

Wild- und Freizeitpark startet am Samstag mit ein paar Neuheiten in die Saison

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Der Wild- und Freizeitpark Ostrittrum startet Samstag in die Saison - mit Wildschwein-Nachwuchs, Polarfüchsen und den neuen Vorlesebänken. 

Die Eiskarte ist aktualisiert, die Märchenfiguren sind neu eingekleidet und die Dinosaurier aus ihren Winterquartieren geholt - nun kann die Saison im Wild- und Freizeitpark Ostrittrum starten. Am Samstag öffnet die Betreiberfamilie Riesmeier die Pforten für die Besucher. Und diese dürfen sich nicht nur auf jede Menge Tierbabys, sondern auch auf Neuheiten freuen.

Ostrittrum - Von Tanja Schneider. „Ganz gespannt bin ich, wie sie unsere Vorlesebänke annehmen“, sagt Tanja Riesmeier. An vier Stellen im Park hat die Ostrittrumerin eigens angefertigte, witterungsbeständige Bücher an Bänken befestigt. Sie enthalten die Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“, „Schneeweißchen und Rosenrot“, „Dornröschen“ sowie die plattdeutsche Geschichte „Die kleine Maus“. „Das ist unser Beitrag zur Leseförderung“, meint Riesmeier. Gleichzeitig möchte sie auf diese Weise eher ruhige Ecken aufwerten. „Ein Buch befindet sich bei den Eseln, ein anderes beim Rotwild, wo auch die ,Moin-Moin-Rose‘ wächst“, erzählt Riesmeier. Dort sowie an zwei weiteren Stellen sind zudem neue Beete mit heimischen Pflanzen entstanden, die Insekten Nahrung bieten sollen. „Wir hatten unseren Gästen schon 2018 neue Beete präsentiert, und sie waren begeistert, wie schön es geblüht hat“, erinnert sich die Ostrittrumerin an die Rückmeldungen.

Neben den Vorlesebänken, von denen zwei im Märchenwald stehen, gibt es neue Kostüme für Aschenputtel und Co. Frau Holle hat eine Brille erhalten, weil sie laut Riesmeier „ja nicht jünger wird“. Max und Moritz tragen neue Perücken - noch geschützt von Tüten, damit sie die Eichhörnchen nicht stibitzen. Zwei Märchenfiguren mussten komplett ersetzt werden. „Diesmal haben wir Schaufensterpuppen gewählt“, berichtet Riesmeier. Drei von ihnen stehen nun auch im Heimatmuseum, für das Schauspieler und Synchronsprecher Dirk Böhling eine Geschichte eingesprochen hat. Wer auf einen Knopf drückt, erfährt vom Leben im 17. Jahrhundert.

Neu ist ebenfalls der „Männerhort“ - eine Bockwiese, auf der nahezu alle männlichen Bewohner „geparkt“ werden können. „Das ermöglicht uns eine kontrolliertere Zucht“, erklärt sie. Außer den Pfauenziegen und Kängurus haben bereits die Wildschweine Nachwuchs - 14 Frischlinge sind es. Inventur machen Riesmeiers nicht. „Stattdessen führen wir Gehegebuch.“ Hinter einem der Zäune gab es im Oktober einen Wechsel: Der letzte der alten Marderhunde ist verstorben, dafür sind vier Polarfüchse eingezogen. Sie stammen von einem kleinen Park nahe Cuxhaven, der dafür Kängurus und einen Esel von Riesmeiers erhalten hat.

Dass sie erst an diesem Wochenende ihre Türen öffnen, hat übrigens einen Grund: „Wir hatten hier noch umfangreiche Baumfällarbeiten. Einige Kronen sind dem trockenen Sommer zum Opfer gefallen“, sagt Riesmeier. Die Trockenheit hat auch in anderen Bereich ihre Spuren hinterlassen - besonders aber bei den Futterkosten. „Sie sind explodiert. Heu hat dreimal so viel gekostet wie sonst.“ Auf ein angedachtes neues Spielgerät haben Riesmeiers deshalb verzichtet.

Apropos Verzicht: Im Park gibt es künftig kein Plastik mehr - keine Strohhalme, keine Plastikpiekser für die Pommes, und Kaffee nur in Keramikbechern. Und weil alles ein Stück ökologischer und teurer ist, kosten auch die Pommes etwas mehr. Nach Jahren haben Riesmeiers zudem den Tageseintritt um einen Euro anpasst. Kinder zahlen nun zehn, Erwachsene zwölf Euro.

Weitere Informationen

www.freizeitpark-ostrittrum.de

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