Pläne in Ostrittrum

Grüne haben Fragen zur Hunte-Zufahrt

Eine Einstiegsstelle in einen Fluss, dorthin führt eine ungepflasterte Zufahrt von einer Straße
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Soll hier der Kanutourismus eine neue Anlaufstelle bekommen? In diesem Fall würde die Kreistagsfraktion der Grünen eine neue Zufahrt begrüßen.

Eine offenbar geplante neue Zufahrt zur Boots-Einstiegsstelle an der Hunte in Ostrittrum beschäftigt derzeit die Kreistagsfraktion der Grünen. Bei einem Ortstermin kamen mehrere Fragen auf, die die Delegierten nun an den Landrat weitergeleitet haben.

Ostrittrum – Warum wird eine neue Zufahrt an der Huntebrücke in Ostrittrum geplant? Das ist die prinzipielle Frage, die sich die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen stellt. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung hätten sich Eduard Hüsers und Reinhold Schütte die Lage vor Ort angesehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion. Sie hat daraufhin elf Fragen an Landrat Carsten Harings formuliert.

Eben dort, wo kurz vor der Brücke von der Huntloser Straße (K 236) ein ungepflasterter Weg nach links abgeht, gibt es auch eine nicht ausgebaute Einstiegsstelle in die Hunte. Das könnte ein Grund für die Planungen der Hunte-Wasseracht und des Kreises sein, vermuten die Grünen. „Falls die provisorische Einstiegsstelle für den Kanutourismus mit fester Rampe und Bootseinstieg entwickelt werden soll, spricht sich unsere Fraktion nicht gegen eine Optimierung der Zufahrt aus“, heißt es in ihrem Schreiben an den Landrat.

Allerdings sei dann aus ihrer Sicht ein Gesamtkonzept nötig, das neben dem Einstieg in den Fluss auch Sanitäranlage, Schutzhütte und den Umgang mit Abfall thematisiert. Sei ein solcher Ausbau nicht angedacht, sei die aktuelle Zufahrt ausreichend, so die Grünen.

Warum der Landkreis dort aktiv werden will, ist den Grünen unklar

Aus Gesprächen mit Anwohnern und einer vorläufigen Planungsskizze hätten sie erfahren, dass der bisherige Weg in Richtung Osten verschwenkt werden soll. Die Fläche gehöre der Hunte-Wasseracht, dahinter liegen private, landwirtschaftlich genutzte Areale. Für Hüsers ist nicht ersichtlich, weshalb der Landkreis sich für die Maßnahme einsetzt. Denn die Hunte-Wasseracht dulde lediglich, dass an der Zufahrt Autos parkten. Zudem gebe es häufiger Beschwerden über Verunreinigungen an der Stelle.

Möglicherweise könne es noch einen anderen Hintergrund für die Planungen geben, schreiben die Grünen. Ein Unfall an der Kreisstraße im Juni 2018 hatte einen Motorradfahrer das Leben gekostet. Damals hatte es Kritik an den Huntebrückengeländern gegeben, die zu hoch seien und deshalb die Sicht unnötig erschwerten.

Ein Verkehrsspiegel, der in der Folge aufgestellt worden war, ermöglicht nun den Blick auf die Zufahrt beziehungsweise die Huntloser Straße. „Eine zusätzliche Geschwindigkeitsreduzierung auf der Kreisstraße auf 70 km/h plus Gefahren-Hinweisschild würde die Sicherheit nochmal erhöhen“, findet Hüsers. Eine neue und versetzte Zufahrt sei dafür jedoch nicht nötig.

Wie teuer soll die Maßnahme werden? Das ist eine offene Frage

In ihrem Schreiben an den Landkreis stellen die Grünen nach ihren Gesprächen fest: „Für den Eigentümer der Flächen, die Hunte-Wasseracht und die Landwirte mit den dahinterliegenden Flächen ist die jetzige Zufahrt ausreichend.“

Welche Vorabverhandlungen es gegeben hat, wie teuer die Maßnahme werden soll und ob es Überlegungen gibt, auch die Auffahrt zum Wirtschaftsweg auf der anderen Seite der Hunte zu verschwenken, sind einige der Fragen, die vorerst offen bleiben.

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