Dötlinger Vereine organisieren Fest gemeinsam

Osterfeuer bleibt auf dem Gierenberg

Freuen sich auf das Osterfeuer: Marcus Leberecht (von links), Ulf Syberberg (beide SV), Pierre Henning (MSG), Christian Gottwald (Förderverein Feuerwehr), Traute Kucera (Gemischter Chor), Eckehard Hautau (BHV) und Andrea Kratzmann (Waldreitschule). - Foto: Nosthoff

Dötlingen - Von Anja Nosthoff. Als die Vertreter der Dötlinger Vereine sich am Sonnabendvormittag auf dem Gierenberg versammelten, war die gemeinsame Vorfreude auf das Osterfeuer bereits spürbar. „Intensiv“, „kontrovers“, „sachlich“, aber auch „emotional“ war während der außerordentlichen Sitzung der AG Dötlinger Vereine am 15. März im Hotel „Dötlinger Hof“ über die Gestaltung der Veranstaltung diskutiert worden. Das sollen nun nicht mehr die Vereine allein im Wechsel auf dem Gierenberg ausrichten, sondern fortan gemeinsam unter der Federführung des Bürger- und Heimatvereins.

Hintergrund war das Plädo- yer mehrerer Vereine für die Verlegung des Osterfeuers in den Dorfgarten gewesen. Zur außerordentlichen nichtöffentlichen Sitzung der AG erschienen Vertreter aller acht angeschlossenen Vereine. Vier davon sprachen sich dabei für eine Verlegung aus, vier dagegen.

Angestoßen hatte die Diskussion der Schützenverein, der in diesem Jahr mit der Ausrichtung des Osterfeuers dran gewesen wäre. Aus verschiedenen Gründen wollten die Schützen es im Dorfgarten statt auf dem Gierenberg ausrichten. Der Vorsitzende Ulf Syberberg sowie Marcus Leberecht vertraten den Schützenverein während der Diskussion. Zahlreiche Argumente für die Verlegung kamen auf den Tisch: Im Dorfgarten wären Strom und Wasser vorhanden. Somit wäre ein geringerer personeller Aufwand für den Auf- und Abbau nötig. Die Nutzung der Friedhofstoilette führe zu weiterer Kostenersparnis. Somit habe sich der Vorstand des Schützenvereins für die Ausrichtung im Dorfgarten entschieden.

Das Osterfeuer gehört auf den Gierenberg

Für den TV Dötlingen nahm der Vorsitzende Rudi Zingler an der Sitzung teil. Er erklärte, dass der Vorstand des TV keine Einwände gegen die Verlegung in den Dorfgarten habe. Er schlug vor, dass die Festlegung der Örtlichkeit die Entscheidung des jeweils zuständigen Vereins sein sollte. Die Motor-Sport-Gemeinschaft (MSG) Hunte-Delme, die Pierre Henning vertrat, schloss sich dem Plädoyer des Schützenvereins an, ebenso wie der Förderverein der Feuerwehr Dötlingen, aus dem Sascha Henning und Christian Gottwald anwesend waren.

Ganz anders stehen der Männergesangverein (MGV) sowie der Gemischte Chor Dötlingen zum Osterfeuer. Die Vertreter Hans-Hermann Schweers sowie Christiane Behrens gaben jeweils an, dass es ein eindeutiges Votum der aktiven Mitglieder für den „unbedingten Verbleib“ auf dem Gierenberg gebe. Dafür sprach sich auch Andrea Kratzmann von der Waldreitschule aus: Festgelegte Örtlichkeiten solle man beibehalten, der Maibaum gehöre in den Dorfgarten und das Osterfeuer auf den Gierenberg. Abschließend plädierte auch der Bürger- und Heimatverein (BHV), den der Vorsitzende Eckehard Hautau sowie der Schatzmeister Walter Ulrich vertraten, wie erwartet für den Verbleib auf dem Gierenberg. Wie es in der Satzung des BHV festgeschrieben sei, solle die Tradition gewahrt werden.

So ergab sich auch nach intensiver Diskussion und Abwägung aller Begründungen zunächst eine Pattsituation. Christiane Behrens (Gemischter Chor) und Ulf Syberberg unterbreiteten daraufhin gemeinsam den Vorschlag, die Veranstaltung des Osterfeuers jetzt und zukünftig federführend dem BHV zu übertragen. Eine weitere kontroverse Diskussion über die finanziellen Aspekte, denen seitens aller Beteiligten große Bedeutung beigemessen wurde, folgte. Schließlich jedoch kamen die Vereinsvertreter zu einem Beschluss, dem sieben von acht Anwesende zustimmten.

Aufgaben verteilt

So liegt die Federführung für die Ausrichtung des Osterfeuers nun beim BHV. Alle Mitgliedsvereine der AG verpflichten sich jedoch, Personal zur Unterstützung zur Verfügung zu stellen – und zwar mindestens zwei Personen. Die Finanzierung der Veranstaltung erfolgt durch die Kasse der AG. Für die Verwendung der Gelder im Falle eines hohen Kassenbestands kristallisierten sich zwei Vorschläge heraus: Die Ausrichtung eines Dorffestes oder die Ausschüttung an die Mitgliedsvereine. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Schließlich wurde noch konkret das diesjährige Osterfeuer geplant. Der Schützenverein sorgt für den Einkauf von Getränken und Speisen. Der MGV übernimmt den Aufbau der Stromversorgung. Über Licht muss aufgrund der Kosten jedoch noch entschieden werden. Die Waldreitschule und der Förderverein der Feuerwehr sorgen für Stockbrot. Auch die Preise wurden gemeinsam festgelegt: Nichtalkoholische Getränke gibt es für einen Euro, alkoholische für 1,50 Euro. Wurst kostet 1,50 Euro.

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