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65 Einsätze in neun Stunden – dann Ruhe

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Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dötlingen.
Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dötlingen. © Freiwillige Feuerwehr Dötlingen

Dötlingen – Für Dauereinsätze der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dötlingen sorgte das Sturmtief „Zeynep“. Zumindest von Freitag auf Samstag. Am Sonntag habe es keine Einsätze mehr gegeben: „Obwohl ja noch mal Wind vorausgesagt war“, sagt Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich auf Nachfrage.

Die Tage zuvor sah es noch ganz anders aus: Zu insgesamt 65 Hilfeleistungseinsätzen sind die Ehrenamtlichen in der Nacht von Freitag auf Samstag gerufen worden. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst vor dem Sturmtief mit unwetterartigen Sturmböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gewarnt.

Bereits gegen 16 Uhr seien vereinzelte Einsatz-Meldungen von umgestürzten Bäumen eingegangen. „Um auf diese Sonderlage schnell und koordiniert reagieren zu können, wurde um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Dötlingen eine Führungsstelle eingerichtet und alle drei Ortswehren in Alarmbereitschaft versetzt“, heißt es im Einsatzbericht des Gemeindepressewarts Patrick Zerbst.

70 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Kurz vor 20 Uhr habe der Wind zugenommen und die Einsatzmeldungen seien in immer kürzeren Abständen gekommen. Über die gesamte Kommune verteilt habe es Meldungen von umgestürzten Bäumen, die die Straße versperrten, gegeben. Über die Führungsstelle wurden die Einsatzorte gebietsweise den Ortsfeuerwehren zugewiesen. Gegen Mitternacht seien bereits 39 Einsätze abgearbeitet gewesen, heißt es im Bericht weiter.

Die Einsätze haben sich bis in die frühen Morgenstunden fortgesetzt und den Feuerwehrleuten wenig Zeit für Pausen gelassen. Teilweise stürzten in nächster Nähe zu den Einsatzstellen weitere Bäume um. Glücklicherweise wurde niemand über die gesamte Einsatzdauer verletzt, so Zerbst. Um 4 Uhr waren insgesamt 60 Meldungen eingegangen – gleichzeitig zeichnete sich ein Ende der Einsätze ab.

Gegen 4.30 Uhr wurde die Führungsstelle von der Leitstelle in Oldenburg abgemeldet, „da der Wind merklich nachgelassen hatte und die Vorhersagen keine Verschlechterung des Wetters meldeten“. Der 65. und letzte Einsatz des Tages wurde von der Ortsfeuerwehr Brettorf am Samstag um 11.04 Uhr abgearbeitet. Auch hier war ein Baum auf die Straße gestürzt und versperrte diese.

Nach mehr als neun Stunden konnten Brandschützer Einsätze beenden

Insgesamt waren 70 ehrenamtliche Helfer mit zehn Fahrzeugen mehr als neun Stunden lang im Einsatz, informiert der Gemeindepressewart.

Ulrich berichtet, dass teilweise schweres Gerät vor Ort eingesetzt wurde, um die umgestürzten Bäume zu beseitigen. „Ein Landwirt hatte uns mit einem Trecker unterstützt.“ Zudem mussten Straßen – unter anderem die Iserloyer Straße im Bereich der Swinggolf-Anlage – komplett gesperrt werden, „weil es für die Kameraden zu gefährlich war, bei dem Wind zu sägen. Da geht die Eigensicherung vor“, so der Gemeindebrandmeister.

Ein paar Facebook-Nutzer wissen die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu schätzen und bedanken sich bei den Brandschützern für ihren Einsatz. „Hier und da gab es auch nette Anrufe bei uns zu Hause. Die Bürger haben sich bedankt, dass die Feuerwehr so lange im Einsatz war“, freut sich Ulrich über die positiven Rückmeldungen. „Für die Kameraden ist das schön.“

Wie berichtet, hatte das Sturmtief „Ylena“ bereits am Donnerstag für zahlreiche Einsätze der Ortsfeuerwehr Dötlingen gesorgt. Zwischen 3.24 und 17.40 Uhr wurden zehn Einsatzstellen abgearbeitet.

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