Gartenkultour nach Dötlingen

„Ordentlich Dusel mit dem Wetter“

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Kaffee und Kuchen im Sonnenschein: Im Garten des „Hof Schweers“ in Ostrittrum waren die Tische schnell besetzt. 

Dötlingen - Von Phillip Petzold. Der Parkplatz an der Straße „Zur Loh“ in Dötlingen war am Montag gut gefüllt – unter den Autos etliche mit auswärtigen Kennzeichen. Die Dötlinger Gartenkultour hat wieder zahlreiche Besucher in die Gemeinde gelockt. Der Sonnenschein hat dabei kräftig mitgeholfen.

Schon am Mittag war das Material am Stand der Dötlinger Gästeführer stark dezimiert – Flyer und Buttons waren heiß begehrt. „Der Tag ist sehr gut besucht, und die Gäste sind zufrieden“, berichtete Gästeführerin Ingrid Kuhlmann. Viele Besucher seien mit dem Auto gekommen, hätten aber ihre Fahrräder im Gepäck, um die Stationen abzufahren. Die waren über die ganze Gemeinde verteilt. „Die ersten Gäste waren schon um zwanzig nach zehn hier. Da haben wir noch aufgebaut“, erzählte Kuhlmanns Kollegin Dette Zingler. „Die Leute sind dieses Mal sehr entspannt, es ist nicht so drängelig wie im vergangenen Jahr“, so Zingler. Mittlerweile habe sich herumgesprochen, dass es gegenüber des Friedhofs einen Parkplatz gibt. „Jetzt wissen alle Bescheid.“

So auch Maria Kohl aus Lastrup bei Cloppenburg. Sie und ihr Ehemann kommen seit vielen Jahren zur Gartenkultour. „Uns gefällt die Vielfalt der Veranstaltung und auch der Ort Dötlingen“, so Kohl. „Die Menschen sind freundlich, und wir fühlen uns willkommen“, schwärmt sie. „Ich liebe das einfach.“

„Wir kommen jedes Jahr“

Im Garten des „Hof Schweers“ in Ostrittrum begleitete Live-Musik von „Sleepwalkers Station“ mit Gitarre und Mundharmonika die Besucher, die sich im Sonnenschein Kaffee und Kuchen schmecken ließen. In der Diele des Hofs betrachteten die Bremerinnen Haide Petri und Siegrid Seidel derweil Bilder und Skulpturen. „Wir kommen jedes Jahr“, sagte Petri. „Wir sind immer wieder von dem Engagement und der Kreativität überrascht.“

Viel zu entdecken gab es im Stein- und Wassergarten der Familie Krüger in Simmerhausen. Auf dem 8 000 Quadratmeter großen Gelände sind Möbel, Tierfiguren, Kannen, Töpfe, altes Handwerksgerät und sogar ein Doppelbett in Büsche, Blumen und Hecken eingebettet. „Wir sind Jäger und Sammler“, erzählte Karl-Heinz Krüger, der mit seiner Frau und seiner Tochter den Garten bewirtschaftet. Bis zum Nachmittag waren schon etwa 500 Besucher auf den verschlungenen Wegen unterwegs und schlenderten vorbei an Teichen und lauschigen Sitzgelegenheiten bis zum Hof-Café.

Nach der Stärkung weiter nach Dötlingen

Werner und Sibille Böckmann versuchen, jedes Jahr mit dem Fahrrad aus Großenkneten zur Gartenkultour zu radeln – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. „Wir kommen wegen des leckeren Kuchens“, betonte Böckmann lachend. Nach der Stärkung stand die Weiterfahrt nach Dötlingen auf dem Programm. „Es gibt immer wieder was Neues und Ideen für den eigenen Garten“, sagte Böckmann.

„Das geht heute gut ab“, freute sich Krüger. „Wir hatten ordentlich Dusel mit dem Wetter. Damit steht und fällt so ein Tag.“ Die Familie ist schon seit 2007 dabei – in diesem Jahr gab es zum ersten Mal Live-Musik. Ab 16 Uhr sollten Markus Häger und Thomas Schlegel auftreten. „Wir versuchen das mal mit der Musik und schauen, wie es angenommen wird.“

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